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Private Nr. eins © APA/Georg Hochmuth

Ernst Swoboda Der KroneHit-Geschäftsführer mahnt Reformen der Politik ein, um Privatradio in Österreich zu stärken.

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Ernst Swoboda Der KroneHit-Geschäftsführer mahnt Reformen der Politik ein, um Privatradio in Österreich zu stärken.

Michael Fiala 25.08.2017

Private Nr. eins

KroneHit: Stabile Reichweiten auf hohem Niveau und eine Forderung an die politisch Verantwortlichen.

••• Von Michael Fiala

WIEN. Der Radiotest für das Jahr 2016 bis 2017 bestätigt die klare Führungsposition von ­KroneHit unter den Privatsendern, auch wenn der Sender einen Rückgang hinnehmen ­musste.

Das einzige nationale Privatradio verbucht ein statistisch signifikantes Minus von 0,6 Punkten bei der Zielgruppe 10+. Mit 11,3 Prozent Gesamt-Tagesreichweite und 17% Tagesreichweite in der Werbezielgruppe 14–49 ist der Sender weiterhin mit großem Abstand Österreichs reichweitenstärkster Privatsender und liegt auch deutlich vor allen ORF-Sendern, ausgenommen Ö3.
Wie schon in den letzten Jahren, nimmt KroneHit erneut die regionale Marktführerschaft unter den Privatsendern in fünf Bundesländern ein (Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und bei 14–49 in Tirol), und in der Altersgruppe 14–49 haben deutlich mehr Menschen KroneHit gehört, als alle ORF-Regionalradios zusammen.

Plus in Wien

Erfreulich ist der Blick auf die Bundeshauptstadt: In Wien verbucht KroneHit in der Tagesreichweite bei der Zielgruppe 10 plus einen Zuwachs von 1,2 Prozentpunkten; auch bei den werberelevanten Zielgruppen konnte der Privatradiosender 1,3 Prozentpunkte zulegen.

„Reformbedarf”

Geschäftsführer Ernst Swoboda überraschen die Ergebnisse nicht; er meint dazu auf Anfrage von medianet: „Wieder gibt der Radiotest für KroneHit Grund zur Freude: Trotz starker Veränderungen in der Medienwelt zeigt KroneHit mit stabilen Reichweiten auf hohem Niveau Stärke und ist weiterhin unangefochtene Nummer eins der Privatsender.” Dennoch mahnt Swoboda mit Blick in die Zukunft: „Nachdenklich stimmt allerdings, dass Privatradio insgesamt nicht weiter wächst, sondern der ORF seine Dominanz behält. Das hat mit den strukturellen Rahmenbedingungen zu tun, die dringend reformiert gehören. Ich bin optimistisch, dass die dazu im Weißbuch des VÖP dargelegten Maßnahmen nach den kommenden Wahlen umgesetzt werden können.”

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