MARKETING & MEDIA
„Radio wirkt” © Anna Stöcher

Michael Göls, CEO Havas Media.

© Anna Stöcher

Michael Göls, CEO Havas Media.

Dinko Fejzuli 22.04.2016

„Radio wirkt”

Die Meinung der Media-Agentur-Bosse schwankt derzeit noch zwischen Abwarten und Besorgnis.

WIEN. Aus der Ecke der Media-Agenturen kommen deutlichere, aber auch versöhnliche Worte.

Petra Hauser, Geschäftsführerin der media.at, fordert eine rasche und lückenlose Aufklärung: „Die aktuellen Meldungen zu falschen Berechnungen im Ausmaß von ein bis zwei Prozentpunkten sind besorgniserregend, zumal dieser Umstand zu weitreichenden Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der österreichischen Radiolandschaft führen könnte. Besonders kleinere Sender könnten laut Presseberichten stark betroffen sein und wurden unter Umständen durch falsch ausgewiesene Kennzahlen zu wenig in den Mediaplänen berücksichtigt.”
Joachim Feher, CEO MediaCom, zeigt sich überzeugt, dass die GfK für volle Transparenz sorgen wird, und meint: „Es ist einmalig in Österreich, dass ein MAFO-Institut von sich aus an die Öffentlichkeit geht und Fehler eingesteht. Selbstverständlich ist dadurch das Vertrauen in die GfK angeknackst. Dass dies geschieht, werden auch wir mit Nachdruck einfordern und kontrollieren. Ob und welcher Schaden für Werbekunden entstanden ist, kann man erst nach Vorliegen der korrigierten Ergebnisse beurteilen; auf jeden Fall werden wir die Interessen unser Kunden in jeder Phase sehr deutlich vertreten.”

Optimistisch bleiben

Trotz der unerfreulichen Nachrichten zeigt sich Michael Göls, CEO Havas Media, überzeugt, dass eine zufriedenstellende Lösung im Sinne der Kunden gefunden wird, wirbt er in seinem Statement gegenüber medianet: „Wir wissen, dass Radio wirkt. Für unsere Kunden haben wir das in etlichen Erfolgsanalysen festgestellt; Radio ist ein Medium mit sehr direkten Effekten. Klar ist aber auch, dass die Tarifkalkulation und damit die Preise der Sender auf Basis der Radiotest TKPs erstellt werden. Die TKPs sind ja auch die Grundlage für die Sendermixbestimmung, und hier muss man prüfen und gegebenenfalls adaptieren.” (fej)

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