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Salzburger Festspiele als Wirtschaftsmotor © Salzburger Festspiele/Silvia Lelli

Applaus Standing Ovations gab es bei der Aufführung der West Side Story (oben). Salzburger Festspiele-Präsidentin Helga Rabl-Stadler mit Hanne Muthspiel-Payer bei der Abschluss­aufführung Operncamp (Don Giovanni).

© Salzburger Festspiele/Silvia Lelli

Applaus Standing Ovations gab es bei der Aufführung der West Side Story (oben). Salzburger Festspiele-Präsidentin Helga Rabl-Stadler mit Hanne Muthspiel-Payer bei der Abschluss­aufführung Operncamp (Don Giovanni).

Nataša nikolić 26.08.2016

Salzburger Festspiele als Wirtschaftsmotor

Die Wirtschaftskammer Salzburg hat die Auswirkungen der Festspiele auf die Wirtschaft untersucht.

••• Von Nataša Nikolic

Wir sind über die Festspielzeit hinaus ein Wirtschaftsmotor, der dank exzellenter kultureller Leistungen, nicht nur messbare Wertschöpfungs-, Fiskal- und Beschäftigungseffekte in großer Höhe erzeugt. Ebenso tragen die Festspiele seit bald hundert Jahren zur Bildung hochwertiger Kompetenz in der gesamten Wirtschaft Salzburgs bei”, sagt Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele, anlässlich der Präsentation der „Festspielstudie”, welche in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Salzburg (WKS) entstanden ist.

Keine Sparfüchse

Die Studie untersuchte drei wesentliche Aspekte: Die Wertschöpfung sowie fiskale und Beschäftigungs-Effekte, fasst Helmut Eymannsberger (Leiter Wirtschafts- und Standortpolitik WKS) zusammen. Eymannsberger kommt in der gemeinsam mit Co-Autor Klemens Kurtz verfassten Studie zu dem Ergebnis, dass die Salzburger Festspiele eine direkte und indirekte Wertschöpfung in Salzburg von 183 Mio. und in Österreich von 215 Mio. € schaffen. Der Studie zufolge gibt jeder Festspielbesucher im Schnitt 319 € Pro Tag aus – ohne Festspielkarten, wohlgemerkt. Die Ausgaben für Festspielkarten würden sich auf 550 € pro Besucher belaufen, so das Ergebnis einer Umfrage unter den Besuchern. Die Festspielbesucher würden einen zusätzlichen Umsatzimpuls von rund 129 Mio. € auslösen, die sich auf Tourismus, Handel, Kunst und Kultur, persönliche Dienstleistungen (Kosmetik, Friseur), Mobilität und weitere Branchen verteilen.

„Wir reichern das Image des Standorts zugunsten aller Branchen wesentlich an und sind mit jeder Festspielsaison Ermöglicher zusätzlicher Werteschöpfung”, betont Rabl-Stadler. Neben den berechenbaren wirtschaftlichen Effekten, die die Salzburger Festspiele mit sich bringen, gäbe es auch intangible Effekte, „die auf lange Sicht, wie Salzburgs erfolgreiche Wirtschaft beweist, mindestens ebenso bedeutsam sind wie die finanziellen Wirkungen”. Zu diesen Effekten zählt WKS-Präsident Konrad Steindl u.a. die hohe Dichte an Sternen- und Haubenrestaurants, Catering-Unternehmen und Eventspezialisten ebenso wie die Vielzahl an Top-Tourismusschulen.

Sicherung der Beschäftigung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sicherung der Arbeitsplätze durch die Festspiele. Die Beschäftigung wird mit 2.434 Arbeitsplätzen, gemessen in Jahresvollzeitäquivalenten (VZÄ), angegeben. Davon ausgenommen sind die insgesamt 400 Dauerstellen der Festspiele.

„Die Salzburger Festspiele sind ein nachhaltiger Impulsgeber in vielerlei Hinsicht: mit ihrer Kulturproduktion, die weltweit führend ist und viele Image­effekte auslöst, mit ihrer wirtschaftlichen Netzwerkwirkung, die enorme Wertschöpfung auf hohem Niveau ermöglicht, und mit ihren Kompetenzeffekten, die für Know-how-Qualität in Unternehmen und Institutionen sorgt. Die Salzburger Festspiele sind eine alljährliche Exzellenz-Infusion für den Standort Salzburg”, so Eymannsberger.

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