MARKETING & MEDIA
So we say Goodbye … © Panthermedia.net/Hannamariah

Adios Die Roaminggebühren sind mit 15. Juni abgeschafft.

© Panthermedia.net/Hannamariah

Adios Die Roaminggebühren sind mit 15. Juni abgeschafft.

Gianna schöneich 09.06.2017

So we say Goodbye …

Am 15. Juni 2017 tritt die neue Roaming-Regulierung in Kraft. Hier die wichtigsten Informationen.

••• Von Gianna Schöneich

WIEN. Der Urlaub auf Mallorca kann sich schnell zu einer Kostenfalle entwickeln, wenn man partout nicht auf das mobile ­Internet am Smartphone verzichten möchte. Wir möchten immer erreichbar sein – auch im Ausland. Begleiterscheinung dieses Bedürfnisses sind Roaming-­Gebühren. Mit dem 15. Juni sind diese allerdings Geschichte – das EU-Parlament hatte ein Aus der Gebühren eigentlich zum Jahresende 2015 verlangt.

Doch was bedeutet eigentlich die lang ersehnte Abschaffung der Roaming-Gebühren?
Zunächst einmal: Wer mit einer österreichischen SIM-Karte von Österreich ins Ausland telefoniert, muss weiterhin tarif­abhängige Entgelte zahlen – dies gilt nicht als Roaming.
Grundsätzlich gilt die neue Regelung in allen Ländern der EU sowie Liechtenstein, Island und Norwegen. Sie betrifft alle Vertrags- und Wertkartentarife – egal ob mit oder ohne Vertrag.
Grundsätzlich gilt: Handykunden sollen die in ihrem Inlandstarif enthaltenen Minuten, SMS, MMS und Datenvolumen auch im EU-Ausland ohne Einschränkungen nutzen können.

Achtung beim Datenvolumen!

Allerdings ist beim Thema Datenvolumen Vorsicht geboten. So kann es hier zu Einschränkungen kommen und je nach Anbieter und Tarif nur ein Teil des Volumens im Ausland genutzt werden.

Wie viele Gigabytes im Ausland verbraucht werden dürfen, geben die jeweiligen Anbieter bekannt. So hat beispielsweise T-Mobile bereits auf seiner Website genauestes aufgelistet, wie viel des Datenvolumens genutzt werden kann. Drei gibt seinen Kunden in der 3Kundenzone Auskunft. Die Idee liegt natürlich nahe, sich nun in einem anderen EU-Land einen günstigen Handytarif zuzulegen und diesen in Österreich zu nutzen.

Frühere Vorsorge

Zumindest Drei gibt heute schon bekannt, wie man mit dieser möglichen Problematik umgehen möchte. Wird ein Tarif während eines Zeitraums von vier Monaten überwiegend in der EU (außerhalb Österreichs) genutzt, so informiert Drei den Kunden darüber und warnt vor Zusatzkosten, sollte sich das Nutzungsverhalten nicht ändern. Geschieht dies tatsächlich nicht, werden zusätzliche Entgelte pro Minute, SMS, MMS und auch MB verrechnet.

Wer sich einst in weiser Voraussicht mit Roaming-Zusatzpaketen eindeckte, muss auf eine Lösung von einigen Anbietern noch warten. Im Fall von Drei werden die Minuten aus beispielsweise einem Telefonie-Zusatzpaket zusätzlich zur Verfügung gestellt. So hat man insgesamt mehr Freiminuten. Ob dies eine gute Lösung ist, bleibt fraglich. Denn das Mehr an Freiminuten wird nicht jeder brauchen können.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema