MARKETING & MEDIA
Sport bewegt © Christoph H. Breneis/www.breneis.com

Zahlreiche Branchenvertreter trafen sich am 11. Mai im Wiener Schloss Schönbrunn zum Thema Sport & Marketing.

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Zahlreiche Branchenvertreter trafen sich am 11. Mai im Wiener Schloss Schönbrunn zum Thema Sport & Marketing.

Michael Fiala 13.05.2016

Sport bewegt

Beim Point of Marketing drehte sich wenige Wochen vor Start der Europa­meisterschaft alles um die Marketing-Möglichkeiten im Sport.

••• Von Michael Fiala

WIEN. David Alaba tut es, Marko Arnautovic, Christian Fuchs, Marc Janko und selbst Teamchef Marcel Koller tut es auch: Sie alle sind derzeit – wenige Wochen vor der Europameisterschaft – in Werbespots zu sehen. Ob Bank Austria, kika, Coca-Cola, Hartl Haus, T-Mobile, Samsung, Nivea oder tipp3: Viele Unternehmen setzen bereits seit einiger Zeit oder erst seit wenigen Wochen auf die Strahlkraft der rot-weiß-roten Fußball-Elite. Welches Potenzial haben Testimonials, und was ist ein Sponsoring wert? Welche Rolle spielt Content Marketing? Und wie kommt man in der Masse der über 13.000 Werbebotschaften, die eine Person täglich empfängt, durch?

Werbung im Sportumfeld

Um Themen wie diese ist es beim Point of Marketing 2016 im Wiener Schloss Schönbrunn gegangen. Und dies zu Recht: Werbung im Sport­umfeld liegt voll im Trend, da sie hohe Reichweiten generiert und eine breite gesellschaftliche Zielgruppe erreicht. Viele Unternehmen vertrauen auf positive Effekte für ihre Marken durch das Engagement rund um den Breiten- und Profisport. Jedoch liegt die Hauptmotivation nicht im Verfolgen ökonomischer Ziele (18%); Imagepflege (75%) und Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung (60%) gelten in erster Linie als Hauptgründe befragter Unternehmen für ihr Engagement im Sportbereich.

Welche enorme Rolle etwa der Sport für den ORF spielt, erklärte ORFSport+ Chefin Veronika ­Dragon-Berger und verdeutlichte dies mit beeindruckenden Zahlen. So sendete der öffentlich-rechtliche Sender im Jahr 2015 insgesamt über alle Kanäle über 411 Tage reines Sportprogramm. Die Quotenhighlights der vergangenen Jahre können sich sehen lassen: Rund 2,3 Mio. Menschen verfolgten den Stratos-Sprung von Felix Baumgartner, 2,19 Mio. Fans verfolgten die Euro 2008, und unglaubliche 2,21 Mio. Menschen die Ski WM in St. Moritz. In diesem Jahr liegt die Abfahrt in Kitzbühel mit 1,53 Mio. Zusehern in Führung.

„Seriös, mit Augenzwinkern”

Deutlich kompetitiver ist der Markt in der Wettbranche. Rund 70 Unternehmern rittern um die Wetteinsätze der Sportbegeisterten, wirklich relevant davon in ­Österreich sind 25 Wettanbieter. Einer davon ist tipp3, das seit einiger Zeit als Partner des ÖFB fungiert. Im Rahmen dieser Partnerschaft setzt tipp3-CEO Philip Newald auf Teamchef Marcel Koller, der auch bereits in einigen Werbespots – umgesetzt von der Agentur Serviceplan – zu sehen war. „Marcel Koller passt deswegen auch so gut zu tipp3, weil er ein äußerst seriöses Auftreten mit Augenzwinkern hat”, so Newald. Derzeit laufen laut ­Newald die Verhandlungen mit dem ÖFB, den Vertrag mit Hinblick auf die WM-Qualifikation 2018 zu verlängern.

Marktführer werden und bleiben

Aber auch weniger bekannte Sportler haben in Österreich die Chance, ein Sponsoring zu bekommen, wie zum Beispiel Nicole Trimmel, Welt- und Europameisterin im Kick­boxen; Trimmel ist für Felix Aus­tria „im Rennen”. Bei diesem ­Engagement zählt jedoch vor allem die interne Kommunikation. In zahlreichen Teammeetings vermittelt Trimmel ihre Erfahrungen mit dem Thema „Weltmeister werden, Weltmeister bleiben”. Die Ziele bei Felix sind ähnlich: „Marktführer werden und bleiben.” Peter Buchauer von Felix: „Nicht nur das Gewinnen ist wichtig, sondern auch das schöne Spiel. Hier gibt es viele Parallelen zwischen Sport und der Wirtschaft. Mit Nicole Trimmel haben wir hier die perfekte Person gefunden, die uns das vorleben kann.”

In Deutschland angekommen

Einblicke in das Leben des Portals-Betreiber gab an diesem Tag auch der Ex-Tennis-Profi Alexander ­Antonitsch, Geschäftsführer von tennisnet.com: „Begonnen habe ich mit Tennis-Verrückten, jetzt sind wir damit auch in Deutschland ­angekommen.”

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