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The year after © Let’s Print Holding

Gerhard Poppe, Vorstand Leykam Let’s Print Holding.

© Let’s Print Holding

Gerhard Poppe, Vorstand Leykam Let’s Print Holding.

Skender Fejzuli 23.06.2017

The year after

Genau vor einem Jahr erfolgte der Zusammenschluss der Walstead Group und Leykam Let’s Print.

••• Von Skender Fejzuli

NEUDÖRFL. Die Leykam Let´s Print Holding ist seit 22.06.2016 ein Teil der britischen Walstead Gruppe. Diese erfolgreiche Transaktion machte Walstead zum größten, unabhängigen Druckunternehmen Europas und sorgte, wie Leykam-Vorstand Gerhard Poppe beschreibt, für ein spannendes und erfolgreiches Jahr bei Leykam: „2016 war – trotz der schwierigen Bedingungen in der Druckbranche – für den Konzern ein gutes Jahr. Dank Effizienzsteigerung, Kostenreduktion und einer guten Kapazitätsauslastung wird die Unternehmensgruppe ein solides positives Ergebnis 2016 aufweisen. In den ersten Monaten in 2017 konnten wir unsere monatlichen Vorgaben ebenfalls erreichen.”

Positive Marktentwicklung

Die Konjunktur sieht Poppe bei Leykam als keinen unmittelbar sofort wirkenden Wachstumsmotor: „Auch wenn laut Focus die Werbeentwicklungen in den ersten Monaten 2017 ein Plus zu 2016 aufweisen (http://www.focusmr.com/de/werbebilanz-april-2017), muss man sich immer ansehen, welche Medien hier profitieren: Bei Printprodukten für den Handel haben wir eine sehr gute Auslastung. Die Entwicklung im Bereich der Verlags-Printmedien ist differenziert zu betrachten.”

Durch den Einblick in die Konzernmutter Walstead-Group in UK ist es laut Poppe paneuropäisch für seine Kunden Realität, dass – im Vergleich zu digitalen Werbeformen – Print noch immer nachweislich Return on Investment bringt: „Wo ein schneller Rückzug aus Printmedien und eine Verlagerung in den Online-Bereich erfolgt, folgen sehr oft auch starke Umsatzeinbußen. Der Einfluss neuer elektronischer Medien soll unser Kommunikationsspektrum erweitern und nichts Wertvolles zerstören. Das Beste aus beiden Welten wird uns in der Zukunft begleiten. Unsere Kernkompetenz liegt im Rollenoffset-Druck, und das wird auch die nächsten Jahre so bleiben. Wir bauen aber stetig neue Service- und Dienstleistungen auf.”

Neue Angebote

Die neu entstehenden Kompetenzen sollen, wie Poppe meint, die Kernkompetenz ergänzen: „Wir haben es uns, neben unserem Kerngeschäft, zur Aufgabe gemacht, eine Mittlerfunktion zwischen der analogen und digitalen Welt zu besetzen. Neue Service- und Dienstleistungs-Angebote, die über das klassische Rollenoffset-Produkt hinausgehen, werden entwickelt. Mit unserem Tochterunternehmen amano media haben wir eine Plattform für diese spannende Aufgabe geschaffen, die sich vollständig diesem Thema widmet. Sie entwickelt Lösungen für die Kommunikationsbranche, die den veränderten Gegebenheiten Rechnung tragen. Ziel ist es, eine Brücke zwischen Print und Digital zu schlagen.”

Digitalisierung und Trends

Wie in der Industrie wird auch jetzt schon bei Leykam an Print 4.0 gearbeitet. Poppe sieht, die vollständige Automatisierung der gesamten Wertschöpfungskette – vom Layout bis zur Auslieferung des Druckwerks – in absehbarer Zeit nicht als Alltag – aber technisch auf jeden Fall anstrebenswert und möglich. „Wir entwickeln mit namhaften Kunden in langjähriger Zusammenarbeit deren Druckprodukt laufend weiter – ob es eine Formatumstellung ist, auf ein anderes Papier gewechselt wird, die Logistik verändert werden muss. Solch wichtige Aufgaben können nur persönlich, gemeinsam und partnerschaftlich gelöst werden. Toll ist es, wenn man dann die kreative Idee mit dem Druckprodukt verknüpft, z.B. wenn ein Möbelhaus eröffnet und die Größe des neuen Geschäfts durch einen riesigen, prospektartigen Flyer unterstützt. Das geht an keinem vorbei. Oder wenn ein Magazin zwei Covers zur Auswahl für den Leser benötigt, da man nicht nur eine Titel-Gestaltung machen möchte. Die Maschinen können schon sehr viel – es liegt aber auch am Mensch und an der Zeit, auffällige Ideen auch zuzulassen und umzusetzen”, so der Vorstand.

Der weitere Weg

Leykam wird auch 2017 den eingeschlagenen Weg europaweit fortführen, wie Poppe meint: „Bei Anhalten der positiven Werbekonjunktur wird auch die für unsere Branche wichtige zweite Jahreshälfte zur 2017-Zielerreichung führen. Doch wir werden uns nicht zurücklehnen, denn die Bedürfnisse unserer Kunden haben weiter höchste Priorität, und wir werden sie weiterhin mit persönlichem Service als auch höchstem fachlichem Know-how betreuen. Die Leykam Let’s Print Holding ist zukunftsfit und orientiert sich wie der Walstead-Gesamtkonzern an den Bedürfnissen des Marktes. Damit sind wir auch 2017 eine Fixgröße am internationalen Druckmarkt.”

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