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TV verlängert auf mobile Devices © Panthermedia.net/Pablo Hidalgo

Der TV-User des 21. Jahrhunderts hat mobile Endgeräte stets in seiner Reichweite.

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Der TV-User des 21. Jahrhunderts hat mobile Endgeräte stets in seiner Reichweite.

12.05.2015

TV verlängert auf mobile Devices

Digitale Applikation LinkedNews bringt ergänzende Hintergrundinformationen zur TV-Berichterstattung in einer mobilen App

Medienexperten aus acht Ländern entwickeln Zusatzangebot für TV-Sender; deutscher Regionalsender RBB als erster Partner.

Brüssel/Wien. Das nahtlose Zusammenspiel von Fernsehen und Internet hat jetzt eine Gruppe von internationalen Medienexperten aus acht Ländern ermöglicht, deren Arbeit von Wien aus wissenschaftlich koordiniert wurde. Mit der Applikation „LinkedNews” zeigen sie erstmals das volle Potenzial eines optimal aufeinander abgestimmten Zusammenspiels von TV und Internet.

Aus EU-Mitteln finanziert

Eine maßgeschneiderte Applikation für mobile Endgeräte bietet dabei ausgewählte Zusatzinformationen und Hintergrundberichte zu knapp zusammengefassten TV-News. Der deutsche Regionalsender RBB beteiligte sich bereits an der Entwicklung der Applikation und zeigt das große Interesse etablierter TV-Stationen. Denen stellt das mit EU-Mitteln unterstützte Team nicht „nur” fertige Applikationen zur Verfügung, sondern auch umfangreiche Technologien zur Entwicklung eigener Formate zur inhaltlichen Integration von TV und Internet.
Der TV-User des 21. Jahrhunderts sitzt nicht passiv auf dem Sofa, sondern hat sein mobiles Endgerät immer in Reichweite. Langweilige Fernseh-Passagen oder Werbeblöcke werden genutzt, um Mails zu checken, Soziale Netzwerke zu besuchen oder eine Pizza zu bestellen – und der Zuschauer ist für die TV-Station nicht mehr „auf Sendung”.
Dieses geistige Abwandern durch smarte Nutzung des Online-Universums zu verhindern, ist den Fernsehsendern bis heute nicht gelungen. Ein europaweites Team hat nun unter der wissenschaftlichen Koordination des Medientechnologie-Experten Lyndon Nixon genau das geschafft. Mit der Entwicklung von LinkedNews ist es der Gruppe gelungen, TV-Zuschauern ein umfassendes Angebot an Informationen auf einem mobilen Endgerät zu bieten, durch die TV-News nahtlos ergänzt werden. So werden aus passiven Zuschauern aktive Nachrichten-User.

Koordiniert aus Wien

Diese können nun Hintergründe zu Personen oder Orten aufrufen, die in der knappen TV-Berichterstattung nicht geboten werden: „Wer ist die Person neben Kanzlerin Merkel?” oder „Wann und wo war das letzte Treffen der EU-Finanzminister?” – Ein Klick genügt zukünftig, und die Info erscheint auf dem Tablet oder Smartphone.
Doch tatsächlich ist diese gemeinsam mit dem deutschen Regionalsender Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) entstandene Applikation „nur” das Front-End einer umfangreichen Technologieentwicklung. Diese erfolgte seit dem Jahr 2011 über knapp vier Jahre in dem EU-Projekt „LinkedTV”, in dem zwölf Experten aus acht europäischen Ländern zusammen-arbeiteten.
Koordiniert wurden die wissenschaftlichen Teile der Entwicklungsarbeit von Nixon vom Institut für Neue Medientechnologie an der Modul University Vienna.
Dieser meint zu den Ergebnissen des Projekts: „Eine Applikation wie LinkedNews ist zunächst ein erstes Anwendungsbeispiel. Unser Ziel war es aber vor allem, TV-Sendern die Möglichkeit zu geben, solche Formate selber zu entwickeln, und zwar individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Deswegen haben wir im Rahmen des Projekts LinkedTV alle notwendigen Vorausetzungen entwickelt, damit TV-Sender dies tun können. LinkedNews demonstriert, wie es geht und welches Potenzial da schlummert.”
So konnte das Team um Nixon tatsächlich ein umfangreiches Paket von sechs aufeinander aufbauenden Technologien entwickeln, das TV-Stationen in die Lage versetzt, Programme völlig selbstständig durch nutzerfreundliche Applikationen zu ergänzen.

Individuell abgestimmt

Auch ein Toolkit wurde entwickelt, das die TV-Sender in die Lage versetzt, relativ einfach eine Applikation zu kreieren, die diese Informations-Ergänzungen individuell auf das jeweilige Programm abgestimmt anbietet.
Dabei kann dieses Zusatzangebot für ein externes mobiles Endgerät entwickelt werden oder aber auch bei entsprechender Geräteausstattung als Smart-TV-App voll in das TV-Programm integriert werden – Links zu weiterführenden Infos erscheinen dann auf dem TV-Gerät selber und nach Einführung der nächsten Generation von SmartTVs auch voll synchronisiert auf einem Second Screen wie dem Pad.
Weitere Neuerungen des LinkedTV-Teams erlauben die Personalisierung der angebotenen Informations-Ergänzungen und die komplette Kontrolle des gesamten Workflows von der Idee bis zur Applikation. Weiterführende Informationen und Präsentationen unter:

http://showcase.linkedtv.eu

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