MARKETING & MEDIA
Ungebrochener ­Zuwachs © Salzburg Digital

Mitarbeiter Das Team der ­Salzburg Digital GmbH.

© Salzburg Digital

Mitarbeiter Das Team der ­Salzburg Digital GmbH.

Dinko Fejzuli und Gianna Schöneich 30.06.2017

Ungebrochener ­Zuwachs

Die Salzburg Digital GmbH wurde 2013 als Tochter­unternehmen der Salzburger Nachrichten ­gegründet – ­Geschäftsführer Robert Rosin im Interview.

••• Von Dinko Fejzuli und Gianna Schöneich

 

2013 wurde die Salzburg Digital GmbH gegründet. Das Know-how des Unternehmens beruht auf der zwanzig Jahre langen Erfahrung als Internetabteilung der Salzburger Nachrichten (SN). Seit 2013 ist man ein Tochter­unternehmen.

Im Interview mit medianet sprach Geschäftsführer Robert Rosin über die Gründung, das Digitalgeschäft und darüber, ob das Projekt „Salzburg Digital GmbH” die Salzburger Nachrichten noch Geld kostet.


medianet:
Herr Rosin, wie würden Sie das Unternehmen Salzburg Digital GmbH zusammenfassend beschreiben?
Robert Rosin: Die Bereiche Internetabteilung, die Online-Plattform Salzburg24 und SnapNews, ein Unternehmen, welches Nachrichten über Displays in Bussen ausstrahlt, wurden 2013 zu einem Unternehmen zusammengeführt.

Vereinfacht ausgedrückt: Wir sind für alles zuständig, was die Salzburger Nachrichten nicht drucken. Wir sind der technische Dienstleister für die Bereiche Web, Mobil und App. Darüber hinaus betreiben wir die Rubrikenmärkte (Immobilien,- und Karriereportal) der SN und Salzburg24.at. Das einzige, das sich nicht bei uns im Haus befindet, ist die Kernredaktion der SN.
Vor zwei Jahren hinzugekommen ist der Vertrieb der gesamten digitalen Produktpalette für die eigenen Plattformen; zusätzlich haben wir schnell erkannt, dass wir unser Know-how aus Bereichen wie Technik und Online-Marketing, welches wir bereits bei den eigenen Verlagen einbringen, auch Drittkunden zur Verfügen stellen sollten.


medianet:
Wie entwickelt sich dieser Bereich?
Rosin: Wir haben klein angefangen – haben zum Beispiel Start-ups unterstützt –, doch speziell für das heurige Jahr sind wir auf volle Expansion eingestellt. Wir konzentrieren uns hier im Haus auf Social Media & Content-Marketing – schließlich haben wir die Vorteile des Verlagshauses, die wir hier nutzen können.

medianet:
Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens, neben dem Content-Marketing, ist der Bereich Social Media.
Rosin: Ja, wobei unser Fokus stark auf Facebook bzw. deren Advertising-Möglichkeiten liegt. Wir sind der Meinung, dass man hier zielgruppentechnisch am besten für den Kunden tätig werden kann.

medianet:
Und bei den Rubrikenmärkten? Was haben Sie hier im Angebot?
Rosin: Wir konzentrieren uns ganz klassisch auf den Stellen- und Immobilienmarkt; hier nehmen wir übrigens auch eine führende Rolle ein. Wobei uns sicher auch die marktdominante Stellung in der Region, die Zeitung und natürlich auch die digitale Arbeit an sich, die wir hier leisten, helfen.

medianet:
Ebenfalls Teil Ihres Vermarktungsgeschäfts sind die beiden größten Salzburger Werbeplattformen.
Rosin: Richtig. Wir haben zum einen die Salzburger Nachrichten-Plattform, deren Domain aktuell noch www.salzburg.com lautet – allerdings haben wir uns bereits www.sn.at gesichert; hier soll im Laufe des dritten Quartals ein großer Relaunch online gehen. Die Plattformen der Salzburger Nachrichten gehören zu den reichweitenstärksten im Bundesland, wobei wir uns mit dem ORF jedes Quartal ein Match um die Nr. 1-Position liefern. Die zweite Plattform ist www.salzburg24.at – diese ist regionaler und jünger, was uns die Möglichkeit gibt, mit unseren zwischen vier und fünf Millionen Visits, die wir je nach Stärke des Monats haben, eine extrem hohe Reichweite im Bundesland zu erreichen.

Auf den Onlineportalen haben wir also eine sehr breite Abdeckung und sind sehr zufrieden damit, wie wir mit den beiden Plattformen im Werbemarkt operieren können.


medianet:
Mit dem SN Bus-Display (vormals SnapNews) informieren Sie und Ihr Unternehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln die Fahrgäste und bieten so auch Kunden ‚Out of Home' eine Werbefläche. Ist dieses Konzept mit jenem von Infoscreen zu vergleichen?
Rosin: Durchaus. Infoscreen ist ja in ganz Österreich tätig, nur Salzburg ist ein weißer Fleck – denn diesen besetzen wir.

medianet:
Sie bieten Ihren Kunden meist individuell geschnürte Pakete an.
Rosin: Genau. Uns geht es um die bestmögliche Betreuung für den Kunden. Wir möchten verdeutlichen, dass es nicht zwei unterschiedliche Agenturen für ein Projekt braucht – mit uns können Unternehmen auf zwei der größten Portale des Bundeslands Salzburg werben und zusätzlich PPC (Pay Per Click) über das Google- oder Facebook- Netzwerk oder Content-Marketing von uns umsetzen lassen. Bei uns kann ein Kunde alles aus einer Hand bekommen, und das sehen wir auch als unsere vertriebsseitige Hauptaufgabe des heurigen Jahres; wir erwarten uns hier schöne Steigerungs­raten.

 

medianet: Der Themenbogen Printverlag, Zeitung und Digital ist ja viel diskutiert und ambivalent. Verdienen die Salzburger Nachrichten mit ihren Onlineaktivitäten eigentlich Geld, oder kostet das Projekt noch?
Rosin: Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Wir als Unternehmen ‚Salzburg Digital' bilanzieren positiv. Ich bin der festen Überzeugung: Würde man sich in der gesamten Verlagswelt österreichweit sämtliche Onlinemedien ansehen, würden nicht viele unter dem Strich positiv abschneiden. Rechnet man alle Kosten mit ein, ist es wohl schwierig, zu sagen, ob man bei einer Vollkostenrechnung positiv bilanzieren würde. Darum auch dieser Wandel in der Salzburg Digital zu einer Fullservice-Digitalagentur – nur so können wir expansiv weiterkommen und entsprechend auch die Umsätze generieren.

medianet:
Geht diese Strategie auf?
Rosin: Bei den Rubrikenmärkten gelingt uns das schon sehr gut, mit starken Umsatzwachstum und einer sehr guten Ertragslage. Und mit dem Schwenk Richtung Online-Marketing vergrößern wir natürlich auch stark unsere Umsatzmöglichkeiten.

 

medianet: Eine generelle Frage zum Digitalgeschäft. Aktuell macht es den Anschein, dass dieses nicht mehr in den Himmel wächst, sprich, dass der totale digitale Hype im Moment eher eine Flaute erlebt. Ist das eine Entwicklung, die auch Sie spüren?
Rosin: Was unser Haus betrifft, sind wir mit der Entwicklung in diesem Bereich sehr zufrieden. Wir sehen hier keine Einbrüche oder Ähnliches in der Vermarktung der Plattformen. Was wir allerdings sehr wohl wahrnehmen, ist ein Wandel in der nationalen Vermarktung. Unsere Internetvermarktungsgemeinschaft ‚Alpe Nord', die wir gemeinsam mit den Oberösterreichischen Nachrichten betrieben haben, wurde in die Purpur Media eingebracht. Damit haben wir die Reichweite unserer Portale exorbitant steigern können und sind nun unter den Top Drei der nationalen Vermarkter. Wenn man sich die Forecasts ansieht, dann glaube ich schon, dass die Umsätze im heurigen Jahr, zumindest für uns, kräftig steigen werden.

medianet:
Und auf der regionalen Ebene?
Rosin: Im regionalen Geschäft sind die Zuwachsraten in allen Bereichen sehr erfreulich.

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