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User-Ansprüche steigen © Zensations

Sabrina Hannemann, Zensations-Geschäftsführerin: „Mehr Mut zur Kreativität.”

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Sabrina Hannemann, Zensations-Geschäftsführerin: „Mehr Mut zur Kreativität.”

britta biron 30.06.2015

User-Ansprüche steigen

Webdesign Zensations-Geschäftsführerin Sabrina Hannemann über erfolgreiche Auftritte im World Wide Web

„Man muss sich in die eigenen Zielgruppen versetzen und deren Bedürfnissen nachkommen.”

Wien. Präsenz im Netz, da sind sich mittlerweile so gut wie alle Unternehmen einig, muss sein. Aber wie im Real Life präsentieren sich einige deutlich besser als andere.

„Gutes Webdesign zeichnet sich durch mehrere Faktoren wie Accessibility, eine positive User Experience und Performance aus”, weiß Sabine Hannemann, Geschäftsführerin von Zensations Web & Communications.

User-Wünsche analysieren

Dafür sei es notwendig, die Bedürfnisse seiner Kunden und Zielgruppen genau zu kennen, sie in Relation zu den Unternehmens-zielen zu bringen und daraus eine klare Strategie anzuleiten.
Ob B2B oder B2C, sei dabei zweitrangig.
„Design definiert sich nicht über die Zielgruppe, sondern über die Anforderungen und Funktionen einer Website. Das schönste Web-design wird nicht zum Erfolg führen, wenn wichtige Bereiche versteckt oder nicht zugänglich sind. Inhomogene Zielgruppen erfordern es, dass unterschiedliche Customer Journeys gleichermaßen berücksichtigt werden”, erläutert Hannemann, die sich von den Unternehmen etwas mehr Mut und Kreativität beim Webauftritt wünscht: „Es gibt viele Websites, die sehr ähnlich aussehen; das geht auf Kosten der Markenidentität.”
Bringt eine Website nicht den gewünschten Erfolg, dann liegt es nach Meinung der Expertin vor allem daran, dass zu wenig Rücksicht auf die User Experience genommen wurde; Design, Technik, Marketing und Research müssen hier eng zusammenarbeiten. Und nicht nur einmalig, sondern kontinuierlich. Hannemann dazu: „Eine Website kann nicht im Vorfeld für zwei Jahre bis auf das letzte Feature durchkonzipiert werden. Das ist unrealistisch. Effizienter ist es, den Webauftritt als ständig erweiterbaren Modulbaukasten zu sehen. In einem ersten Schritt wird das sogenannte Minimum Viable Product gelauncht und dann auf Basis von Userfeedback und Analyse der Daten kontinuierlich erweitert.”
Zwar bringe ein großes Budget nicht automatisch einen guten Webauftritt, doch zu viel Sparsamkeit ist ebenfalls kontraproduktiv, denn ein guter digitaler Auftritt wird immer wichtiger.

Immer aktuell sein

„Die Toleranz und Geduld der User gegenüber schlecht aufbereitetem, unaktuellem oder unzugänglichem Content sinkt zunehmend. Gelangt er nicht mit wenigen Klicks zum gewünschten Ergebnis, sieht er sich online einfach nach anderen Quellen um. Irrelevante Informationen oder verwaiste Bereiche wirken sich sowohl auf Suchmaschinenranking als auch das Unternehmens- oder Margen-Image negativ aus.”

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