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„Vangardist” holt Löwen für Blut-Druck © Vangardist
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25.06.2015

„Vangardist” holt Löwen für Blut-Druck

Erfolgreich Das Magazin erreicht weltweit Menschen mit seiner Sonderausgabe, welche mit einer Mischung aus Druckerfarbe und Blut von HIV-positiven Menschen gedruckt wurde. Auch in Cannes gab es dafür Auszeichnungen.

Wien. Vangardist, das in Österreich entstandene Unternehmen rund um den progressiven Mann, hat im April eine Sonderausgabe veröffentlicht, welche mit einer Mischung aus Druckerfarbe und Blut von HIV-positiven Menschen gedruckt wurde.

Weltweit haben über 300 führende Medien über die dramatische und mutige Aktion berichtet. Das Denver Art Museum (USA) hat bereits eine Ausgabe für seine Sammlung angefordert, Vangardist ist in Cannes vertreten, und auch österreichische Stars zeigten sich stolz mit dem Magazin des Unternehmens.

Weltweite Aufmerksamkeit

Mit seiner Kampagne hat Vangardist mit seinem Männer Magazin in enger Kooperation mit der internationalen Werbeagentur Saatchi & Saatchi eine mediale Reichweite von über 55 Millionen Kontakten durch die internationale Medienberichterstattung erreicht, gab man in einer Aussendung bekannt. Für die Sonderausgabe gegen das Stigma von Menschen mit HIV wurde der Druckerfarbe medizinisch sterilisiertes Blut von drei HIV-positiven Spendern beigemengt.
Die Aktion löste in den Foren und Sozialen Medien hitzige Diskussionen aus; acht Millionen Kommentare, Likes und Shares wurden bisher gezählt. Vor allem Mediziner und Betroffene begrüßten die Kampagne, weil es gelang, die zum Teil verdrängte Stigmatisierung von Menschen mit HIV wieder in die Schlagzeilen der Medien zu bringen.
Angefangen von der Washington Post, über BBC, ABC, CBS, Al Jazeera, Huffington Post bis hin zum Times Magazine haben über 300 führende internationale Medien über die Aktion berichtet. Auch das für die Werbebranche relevante Adweek hat die Kampagne auf seiner Startseite präsentiert.
„Vor lauter Interviewanfragen konnten wir zwei Wochen lang kaum mehr unseren Job machen. Auch in den Nachtstunden standen wir für Live-Interviews, beginnend in den USA, Kanada, Kolumbien, Argentinien, etc., Rede und Antwort”, sagt Julian Wiehl, Chefredakteur von Vangardist.
Auch in der Kunstwelt ist die Aktion inzwischen angekommen: Das Denver Art Museum hat bereits zwei Ausgaben für die permanente Sammlung angefordert. Diese Woche fallen in Cannes die Juryentscheidungen für die Goldenen Löwen, die höchsten Auszeichnungen in der Werbebranche. Durch die Partnerschaft mit der internationalen Werbeagentur Saatchi & Saatchi konnte dieser Coup gelingen.

Löwenregen in Cannes

The HIV+Issue bekommt einen Goldenen Löwen in der Kategorie „Direct” und in der selben Hauptkategorie gibt es noch zwei Silberne Löwen für die Kampagne. Weiters werden drei Löwen bei den Lions Health abgeräumt: Zwei Mal Silber für die Kampagne in „Print” und „Promo & Activation” und einmal Bronze für die PR-Arbeit. (red)

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