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Analyse und Vernetzung weltweiter Umweltdaten © Modul University Vienna/Günther Peroutka
© Modul University Vienna/Günther Peroutka

24.06.2015

Analyse und Vernetzung weltweiter Umweltdaten

In Auftrag gegeben United Nations Environment Programme UNEP vertraut auf Modul University Vienna

Webintelligenz Arno Scharl (Modul University Vienna) möchte mit dem Projekt für die UNEP einen „gut strukturierten Informationsraum” schaffen, der Umweltdaten und Kommunikationsströme leicht erfassbar macht und visualisiert.

Wien. Die Vereinten Nationen UN haben die Modul University Vienna mit der Entwicklung smarter Webintelligenz-Lösungen beauftragt. Das Ziel: Diese sollen künftig einen maßgeblichen Beitrag zur Erreichung von Klimazielen und nachhaltiger Entwicklung leisten.

Kern des Auftrags ist die Errichtung einer umfassenden Online-Umgebung zur Analyse und Vernetzung weltweiter Umweltdaten und Kommunikationsströme. Entscheidend für die Beauftragung der Wiener Privatuniversität sei das internationale Renommee des Instituts für Neue Medientechnologie im Bereich Webintelligenz gewesen, kommuniziet das Institut in einer Aussendung

Online-Quellen bündeln

Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird das Team um Professor Arno Scharl nun eine ganze Reihe an Webintelligenz-Lösungen für das United Nations Environment Programme UNEP entwickeln. Grundlegend sind dabei Technologien, die es erlauben, relevante Daten aus strukturierten und unstrukturierten Online-Quellen zu sammeln, diese automatisch miteinander abzugleichen und so zu indizieren, dass sie für spätere Funktionen intelligent genutzt werden können.
Die neuen Systeme sollen in das Online-Angebot von UNEP integriert werden und basieren auf der mehrfach ausgezeichneten webLyzard-Plattform des Instituts für Neue Medientechnologie, die auch im Rahmen der öffentlich zugänglichen „Media Watch on Climate Change” zur Anwendung kommt.
Ein anspruchsvoller Teil des Projekts befasst sich mit der Entwicklung von Technologien, die eine entscheidende Differenzierung der zu Klimawandel und Luftqualität gesammelten Daten erlauben: Rein faktische Information soll automatisch von individuellen, gefühlsgesteuerten Meinungsäußerungen unterschieden werden.

Erfassung in Echtzeit

Zu den sich ergebenden Möglichkeiten meint Scharl: „Wir werden modernste Text Mining-Methoden in mehreren Sprachen gleichzeitig verwenden, um Stakeholder-Meinungen im Umweltbereich in Echtzeit zu erfassen. Meinungsführer und ihr Einfluss werden so identifiziert, thematisch wie zeitlich eingeordnet und geografisch lokalisiert. Damit schaffen wir einen gut strukturierten Informationsraum, der leicht erfassbar visualisiert wird.”
Damit soll es die Technologie auch ermöglichen, umfassende Trends zu erfassen und deren Entwicklung zeitlich zu verfolgen – eine Möglichkeit, die es beispielsweise erlauben wird, jene Umweltparameter zu identifizieren, von denen sich die Öffentlichkeit besonders betroffen fühlt.
Wesentliches Element ist ein Dash­board, das frei formulierte Suchanfragen zulässt – und Ergebnisse in Form von Visualisierungen anzeigen wird. (red)

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