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Blick nach vorn in rot-weiß-rot © AFP/Kazuhiro Nogi

Roboter werden alltäglich werden, meinen die Befragten. Die meisten sehen sie als Putzkraft – die wenigsten als Lokführer. „Geigenvirtuose” stand nicht zur Auswahl.

© AFP/Kazuhiro Nogi

Roboter werden alltäglich werden, meinen die Befragten. Die meisten sehen sie als Putzkraft – die wenigsten als Lokführer. „Geigenvirtuose” stand nicht zur Auswahl.

27.11.2015

Blick nach vorn in rot-weiß-rot

Österreich in 25 Jahren: Übergewichtige Pensionisten, selbstfahrende Autos, Drohnen, Roboter, Fingerprintscans – insgesamt erwarten uns wenige Überraschungen.

WIEN. Marketagent.com bot am gestrigen Donnerstag in einem Pressegespräch eine Vorausschau auf „Österreich 2040 – wie wir in 25 Jahren leben werden”. Befragt wurden keine Zukunfts- oder Trendforscher, sondern 1.500 Österreicherinnen und Österreicher, die Auskunft über ihre Erwartungen gaben. Ob die Prognosen der Befragten tatsächlich zuverlässiger sind als jene der heimischen Astrologiezunft, wird sich weisen.

Die Ergebnisse im Schnelldurchlauf: Wir werden wesentlich älter werden – die durchschnittliche Lebenserwartung wird nach landläufiger Meinung in den nächsten 25 Jahren um vier Jahre auf stattliche 85 steigen – dank implantierter „Gesundheitschips” und geklonter Organe. Allerdings werden diese fitten Alten eine Tendenz zur Adipositas aufweisen: Die Befragten gehen davon aus, dass sich der Anteil der stark Übergewichtigen in Österreich im nächsten Vierteljahrhundert auf 25% nahezu verdoppeln wird.

„Dann wäre Cola nicht braun”

In der Glaskugel zeichnen sich – das ist im Lichte der derzeitigen Entwicklungen keine Überraschung – auch selbstfahrende ­Autos und unbemannte Züge ab. Das Erdöl wird, meinen sechs von zehn Befragten, allerdings erst 2065 ausgehen. Unsere Haustür werden wir, sagt jeder zweite, mittels Fingerprint öffnen oder per Augenscreening (meint jeder dritte). Hinter der Tür trifft man auf Haushalts- und Putzroboter (33/13%). Die Post bringt weiterhin allen was – aber mit Drohnen (62%). Erhalten bleiben uns Kinos, Facebook, Printzeitungen, Bargeld, Euro, nicht aber die EU – und China erringt die (wirtschaftliche) Weltherrschaft.

Aber, wie Marketagent-com-Chef Thomas Schwabl im Gespräch mit medianet erklärt hatte: Die MaFo gelte ja eigentlich, „so das Vorurteil, als Kreativitätskiller”: Gehe es nach der Markt- und Meinungsforschung, „wäre ein iPhone nicht weiß und Cola nicht ausgerechnet braun”…
Ein ausführliches Interview mit Thomas Schwabl über „15 Jahre Marketagent.com” lesen Sie in der nächsten Printausgabe von medianet am Freitag, 4. Dezember. (sb)

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