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CAD-Ausbildungen stark nachgefragt © Wifi/Formanek

Karl H. Pisec, Wifi Öster­reich-Kurator; www.wifi.atDie abgedruckten ­Gastkommentare geben ­ausschließlich die ­Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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Karl H. Pisec, Wifi Öster­reich-Kurator; www.wifi.atDie abgedruckten ­Gastkommentare geben ­ausschließlich die ­Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

03.07.2015

CAD-Ausbildungen stark nachgefragt

Gastkommentar Karl H. Pisec, Wifi

Technologischer Wandel Infrastruktur, Bildung und die Bereitschaft, sich laufend neue Impulse für Innovationen zu holen, sind die wesentlichen Faktoren für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Österreich. Aufgrund des rasant fortschreitenden technologischen Wandels – Stichwort „Industrie 4.0” – sind insbesondere technische Fachkenntnisse und Kompetenzen der Mitarbeiter in der heimischen Wirtschaft stark gefragt.

Die berufsbezogene Erwachsenenbildung wird dieser Qualifikationsnachfrage insofern gerecht, als sie entsprechende Weiterbildungsprogramme in ihr Angebot aufgenommen hat. Im Besonderen werden derzeit – vor allem aus gewerblichen und industriellen Betrieben – Ausbildungen im Bereich der Konstruktion, Simulation sowie der Forschung und Entwicklung bei der Material- und Verbindungstechnik nachgefragt. Mittels Einsatz von EDV- und CAD- (= Computer Aided Design)-Technologien wurde der Konstruktions- und Produktionsprozess sowie der Simulationsprozess dahingehend optimiert, dass die Herstellung kleinster Produktionsmengen möglich ist, ohne dabei unwirtschaftlich zu handeln.

Kompetenzorientierter Wissenserwerb

Konkrete Anwendung findet die CAD-Technologie in fast allen Branchen, beispielsweise für den Ausdruck von Prototypen mittels 3D-Druck. Komplexe und schwierige Bauteile, die im alltäglichen Leben verwendet werden, können mittels 3D-Drucktechnologie in Einzelstückzahlfertigung hergestellt werden. Weitere Anwendungsbereiche liegen beispielsweise im medizinischen Prototypenbau (z.B. Knochen- oder Gewebsteile) sowie im Kleinstserienbereich (z.B. Gehäuse oder Ersatzteile). Bis dato werden Materialien aus dem Kunststoffbereich zum Einsatz gebracht, jedoch finden auch schon Forschungen für den Einsatz von Metall statt.
Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz dieser Technik ist eine fundierte Ausbildung für die Anwendung von CAD-Programmen bei der Konstruktion von Bauteilen. Dafür sind umfangreiche Materialkenntnisse erforderlich und bedürfen einer praxisnahen Schulung.
Hinsichtlich der Methodik, diese neuen Technologien praxisnah zu vermitteln, liegt der Fokus auf dem kompetenzorientierten Wissenserwerb. Gerade in der derzeitigen Wissensgesellschaft mit raschem Übergang ins digitale Zeitalter sind auch in der Weiterbildung neue Wege gefragt. Trainerinnen und Trainer der Erwachsenenbildung sind heute nicht mehr Hüter des Wissens, sondern werden zu Coaches: Sie begleiten die Lernenden mit lebendigen Lernmethoden dabei, sich Know-how und Umsetzungskompetenz nachhaltig und praktisch selbst zu erarbeiten.

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