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Der „Hype Cycle” im globalen Dorf © APA/EPA/Ole Spata

Change Geschäftsmodelle im Wandel: von der disruptiven Innovation über Industrie 4.0 bis hin zum Connected Life …

© APA/EPA/Ole Spata

Change Geschäftsmodelle im Wandel: von der disruptiven Innovation über Industrie 4.0 bis hin zum Connected Life …

09.10.2015

Der „Hype Cycle” im globalen Dorf

Disruptiv, digital, connected: Nicht jedes Trendvokabel muss für das eigene Unternehmen relevant sein. Falls doch, sollte man schnell sein.

••• Gastkommentar von Helmut Blocher

WIEN. Disruptive Innovationen, Digitalisierung, Industrie 4.0, Connected Life, Big Data, Customer Engagement: Kaum ein Monat, in dem nicht ein neues, trendiges Schlagwort seinen Hype Cycle beginnt und durch das globale Dorf getrieben wird. Natürlich ist nicht jeder Trend für alle Konsumenten und damit für die Unternehmen gleichermaßen relevant. Und dass wir alle beschleunigten Änderungen unterworfen sind, ist inzwischen auch in den meisten Führungsetagen angekommen. Doch die Einschätzung, wie damit umgegangen werden soll, ist sehr unterschiedlich.

Nichts geschieht über Nacht

Während die einen die Chancen, die der Wandel mit sich bringt, aktiv für sich nutzen, entsteht im Gespräch mit anderen der Eindruck, dass es zwar viel Neues geben möge, aber die Welt für das eigene Unternehmen dann doch im Wesentlichen so bleiben würde, wie sie schon immer war. Und kundenorientiert waren wir alle doch sowieso schon immer. Das dachten auch Unternehmen wie Kodak, Nokia, Quelle, Schlecker, Niedermeyer oder zuletzt bauMax hierzulande.

Das Teuflische dabei ist, dass die Änderungen meist eben nicht über Nacht hereinbrechen, sondern eher schleichend über einen längeren Zeitraum. Es erfordert mutige Entscheidungen, wenn es darum geht, das Geschäftsmodell zu ändern und dabei vielleicht auch noch in Kauf zu nehmen, dass ein wesentlicher Teil des bisherigen Umsatzes so nicht mehr stattfinden wird. Hier braucht es die Sicherheit, dass, wenn man das eigene Geschäft nicht selbst kannibalisiert, es jemand anderer machen wird.

LaFutura heuer in Wien

Genau darum geht es am 14. und 15. Oktober 2015 bei der LaFutura und beim Austrian Innovation ­Forum. Nach Stationen in New York, Berlin, Brüssel und Helsinki ist die LaFutura – ein globales Treffen von Trendexperten – dieses Jahr in Wien zu Gast. Am nächsten Tag – beim Austrian Innovation Forum – geht es darum, wie aus Trends Innovationen werden.

Zusammen bieten die beiden Events eine so nie dagewesene Dichte an internationalen Trend- und Innovationsexperten in Wien. Darunter etwa Piers Fawkes, der Google, BMW und Apple berät und dessen Website psfk.com von 1,5 Mio. Kreativen genutzt wird. Brian Tiong aus Singapur spricht über „The future of business is in Asia”, Ellen Enkel von der Zeppelin University zeigt, wie Innovationen in einer Branche in anderen Branchen genutzt werden können, und Dietmar Dahmen thematisiert in „Innovation Games”, wie man am schnellsten zum Millionär wird.

Wohin die Reise geht

Dazu kommen Sprecher von Trend One, Siemens, GE Healthcare, Audi, AIT, Wiener Stadtwerke, Deutsche Bahn und Uber, um nur einige zu nennen. Den Teilnehmern wird nicht erzählt werden, was sie in ihren Unternehmen tun sollen, aber sie werden – und das wäre der Anspruch – besser einschätzen können, wohin die Reise gehen wird und woran andere derzeit arbeiten. Vor allem aber sollen sie sich inspirieren lassen und den Mut finden, neue Wege zu gehen.

Nächstes Jahr wird die LaFutura übrigens in Singapur stattfinden, also wäre die Gelegenheit dieses Mal günstig. Alle Informationen zu Sprechern und Programm finden Sie auf www.austrian-innovation-forum.at

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