PRIMENEWS
Drei schließt Tele2-Übernahme ab © Hutchinson Drei Austria/APA Fotoservice Martin Lusser

Jan Trionow, Drei

© Hutchinson Drei Austria/APA Fotoservice Martin Lusser

Jan Trionow, Drei

Redaktion 07.11.2017

Drei schließt Tele2-Übernahme ab

"Wie Melange zur Sachertorte": Drei steigt mit Tele2 in Festnetz- und IT-Services ein und wächst damit zum größten alternativen Telekomanbieter Österreichs.

WIEN. Hutchison Drei Austria, eine Tochter der CK Hutchison Holdings Limited, hat die 100%ige Übernahme der Tele2 Telecommunication GmbH endgültig abgeschlossen und ist nunmehr größter alternativer Telekomanbieter Österreichs. Mit Tele2 bietet Drei künftig neben Mobilfunk, Internet und TV auch Festnetz- und IT-Lösungen an und baut vor allem seinen Marktanteil bei Unternehmenskunden sprunghaft aus. Jedes vierte heimische Unternehmen und jeder dritte Großbetrieb ist künftig Kunde von Drei. Bei Neuvertragsabschlüssen will Drei in Zukunft für heimische Unternehmen die erste Wahl sein.
Für die bisherigen Tele2-Kunden bleibt alles beim Alten. Drei wird das erfolgreiche Geschäftsmodell von Tele2 fortführen und auch den Service-Kurs mit den bestehenden Regionalbüros von Tele2 fortsetzen, um Kontinuität in der Kundenbetreuung sicherzustellen.

Jan Trionow, CEO von Drei: „Der Abschluss unserer Transaktion ist eine gute Nachricht für die Kunden beider Unternehmen, für alle Mitarbeiter und für den Infrastruktur-Standort Österreich. Durch die Übernahme bündeln zwei Pioniere aus Mobilfunk und Festnetz ihre Kräfte und schaffen künftig Österreichs erstes alternatives Telekom-Komplettangebot. Mit der erfolgreichen Integration von Tele2 werden wir erneut beweisen, dass aus eins und eins Drei werden kann.“
Während Drei bisher mit seinem breiten Portfolio vor allem im KMU-Sektor große Erfolge feierte, hat sich Tele2 mit Individual-Kommunikationslösungen auf Großunternehmen spezialisiert. Zu den aktuellen Tele2-Kunden zählen führende heimische Unternehmen genauso wie Behörden und öffentliche Versorgungseinrichtungen. Insgesamt erreicht Drei mit Tele2 bei der Festnetz-Telefonie einen Marktanteil von rund 24%.

Jetzt will Trionow als Komplettanbieter auch den Druck auf den Marktführer A1 verstärken. "Das ist nicht ein Effizienzdeal, sondern ganz klar ein Wachstumscase", sagte Trionow am Dienstag im neuen APA-Pressezentrum am Wiener Naschmarkt.

Rebranding und erste gemeinsame Produkte im zweiten Quartal 2018
Die nächsten Monate wird Tele2 als Tochtergesellschaft von Drei weitergeführt werden. Die gesellschaftsrechtliche Verschmelzung mit der operativen Hutchison Drei Austria GmbH und das Rebranding werden im zweiten Quartal 2018 erfolgen.
Nach der Zusammenlegung plant Drei neue Telekom- und IT-Komplettlösungen für seine Businesskunden sowie innovative kombinierte Angebote für seine Privatkunden. Außerdem soll die Kombination von Festnetz und Mobilfunk für Kunden ein noch schnelleres und stabileres Internet ermöglichen. Erste gemeinsame Produkte sollen ebenfalls im zweiten Quartal 2018 auf den Markt kommen.
„Tele2 ist für Drei die perfekte Ergänzung – so perfekt wie die Melange zur Sachertorte. Was wir bisher nur mit Partnern anbieten konnten, bieten wir künftig komplett aus eigener Hand. Speziell in Wachstumsbereichen wie Smart Home-Anwendungen, IoT und M2M-Lösungen ergeben sich für uns dadurch völlig neue Möglichkeiten“, so Trionow.

Tele2 leistet unmittelbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg von Drei
Bei der detaillierten Zusammenführung will Drei behutsam vorgehen und hat sich dafür einen längerfristigen Zeitraum vorgenommen. Mit Tele2 hält Drei nun bei gut 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 4 Mio. Mobilfunk-, Festnetz- und Internet-Anschlüssen (Revenue Generating Units).
Im ersten Halbjahr 2017 hatte Tele2 den Umsatz erfolgreich um 1 Prozent auf umgerechnet 59 Mio. € und den operativen Gewinn (EBITDA) um 18% auf rund 11 Mio. € gesteigert sowie den Betriebsgewinn (EBIT) auf 6 Mio. € mehr als verdoppelt. Tele2 wird deshalb einen unmittelbar positiven EBITDA-Beitrag zum Ertrag von Drei leisten. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema