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„EU-weit gleiche Bedingungen für alle” © Verband Druck & Medientechnik/AP

Druckverbandspräsident Gerald Watzal: „Wir unterstützen diese Initiative.”

© Verband Druck & Medientechnik/AP

Druckverbandspräsident Gerald Watzal: „Wir unterstützen diese Initiative.”

10.06.2015

„EU-weit gleiche Bedingungen für alle”

Druckindustrie Forderung: Auch importierte Druckprodukte sollen unter die EU-Holzverordnung EUTR fallen

Wien. Die Sozialpartner der europäischen Druckindustrie haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie fordern, dass Druckprodukte in den Gültigkeitsbereich der Europäischen Timber Regulation (EUTR) aufgenommen werden sollen. Die Frist für die Überarbeitung von EUTR endet am 3. Dezember 2015. Intergraf, die Europ. Vereinigung für Druck und digitale Kommunikation als Vertreter der Arbeitgeber, sowie die UNI Europa Graphical als Vertreter der Arbeitnehmer riefen zur Schließung dieser Lücke im System auf. Derzeit können und dürfen nämlich importierte Druckprodukte, die aus illegal geschlagenem Holz hergestellt werden, auf dem europäischen Markt verkauft werden.

„Schulterschluss”

„Der Verband Druck und Medientechnik hatte schon beim Beschluss von EUTR auf die Problematik der Importe hingewiesen. Wir begrüßen es sehr, dass es jetzt einen europäischen Schulterschluss von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gibt”, wird Gerald Watzal, Präsident des österreichischen Verband Druck & Medientechnik, zitiert. Druckunternehmen aus Europa können garantieren, dass ihre Produkte frei von illegalem Holz sind, weil sie nur konformes Rohmaterial verwenden dürfen – das regelt die EUTR. Das gilt jedoch nicht für in die EU eingeführte Drucksachen. Dies erzeugt eine Verzerrung des Wettbewerbs zwischen Druckereien außerhalb und innerhalb der EU, die erhöhte Kosten nachhaltig gewonnener Rohstoffen zu tragen haben. 2013 wurden Druckprodukte im Wert von drei Mrd. € nach Europa eingeführt – ein Drittel davon aus China, einem Hochrisiko-Land in Sachen illegaler Abholzung. (red)

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