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Herzblut gibt’s nicht im Supermarkt zu kaufen! © Jürgen Hammerschmid

Cyros Zorriasatayni ist Gründer von steilBergauf, Trainer/Berater im Bereich besser führen & verkaufen und Exklusiv-Anbieter des All Inclusive-Trainingsfilms; www.steilbergauf.atDie abgedruckten Gastkommentare geben ­ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

© Jürgen Hammerschmid

Cyros Zorriasatayni ist Gründer von steilBergauf, Trainer/Berater im Bereich besser führen & verkaufen und Exklusiv-Anbieter des All Inclusive-Trainingsfilms; www.steilbergauf.atDie abgedruckten Gastkommentare geben ­ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

22.05.2015

Herzblut gibt’s nicht im Supermarkt zu kaufen!

Gastkommentar Cyros Zorriasatayni, Gründer von steilBergauf

Fragestunde Hätten Sie die Wahl: Wo würden Sie Ihr Eis lieber kaufen? Bei der Eisgröße Zanoni oder beim kleinen, feinen Eisgreißler, der auf Bio-Zutaten aus dem eigenen Bauernhof Wert legt und eigenwillige Kreationen wie Honig-Blütenblätter kredenzt? Wo würden Sie Ihre Spaghetti Gamberetti lieber genießen: beim Systemgastronom Vapiano oder beim kreativen Italiener ums Eck, wo la Mamma täglich die Pasta-Inspirationen liefert? Auf den Punkt gebracht: Supermarkt oder Feinkostladen? Feinkostladen? Wäre auch meine Entscheidung. Nicht nur wegen der Köstlichkeiten, die von der Stange nicht zu bekommen sind, sondern auch wegen der Inhaber, die man oft noch selbst antrifft und die den einen oder anderen Geheimtipp verraten . . .

Natürlich stelle ich derartige Überlegungen nicht ohne Grund in den Raum. Immer wieder drängt sich mir die Frage auf, warum Unternehmen, die Weiterbildung einkaufen, so gern dafür in den „Supermarkt” gehen, bereitwillig Standardprodukte großer Anbieter erwerben und den Weiterbildungs-„Feinkostladen” links liegen lassen. Der Weiterbildungs-Feinkostladen? Das sind beseelte Einzeltrainer, die ihr Herzblut in die Entwicklung von Menschen legen und Konzepte nicht nur auf dem Papier maßschneidern.

Gut, aber aus: echte Individualisierung

Um der Antwort auf diese Frage näherzukommen, lohnt es sich, genauer hinzusehen, welche Erwartungen Unternehmen an Weiterbildungsanbieter haben: Einerseits ist es eine Standardisierung und Modularisierung bei der Wissensvermittlung in der Breite – darunter fallen z.B. IT- und Techniktrainings; andererseits wünschen sie sich eine Individualisierung bei der Persönlichkeitsentwicklung im Bereich der Soft Skills. Das hat managerseminare.de schon 2012 herausgefunden und daran hat sich bis heute nichts geändert. Was bekommen Sie als Entscheider nun aber, wenn Sie einen Big Player im Weiterbildungs-„Supermarkt” einkaufen? Einen bekannten Namen, der vermeintliche Sicherheit bietet. Und unflexible, vorgefertigte Seminarbausteine, die von Trainern umgesetzt werden, die diese gar nicht selber entwickelt haben. Was bekommen Sie nicht? Echte Individualisierung. Was verstehe ich darunter? Ein Konzept, das ein Trainer auf Basis Ihrer Anforderungen bzw. Problemstellungen selber entwickelt und umsetzt – inklusive einer methodisch-didaktischen Vermittlung der abgestimmten Inhalte, die begeistert. Was am Ende des Tages nach einem Einkauf im Weiterbildung-Supermarkt daher bleibt, ist eine große Ent-Täuschung. Oder anders gesagt: Unternehmen, die kaum Weiterbildungserfolge bei Soft Skills sehen (Quelle: Wifi 2014). Wenn Sie dagegen im Weiterbildungs-Feinkostladen einkaufen, bekommen Sie nach dem One-Stop-Shop-Prinzip Beratung, Konzeption & Umsetzung aus einer Hand. Daher mein Tipp: Wenn’s nachhaltig was bringen soll, dann besser mit einem beherzten Einzeltrainer.

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