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Pioniere im Internet © Philipp Benedikt

European Youth Award: Junge europäische Gründer präsentierten ihre Ideen in Graz.

© Philipp Benedikt

European Youth Award: Junge europäische Gründer präsentierten ihre Ideen in Graz.

04.12.2015

Pioniere im Internet

European Youth Award 2015: Das Siegerprojekt „Aprendices Visuales” eröffnet ­autistischen Kindern mittels eBooks und Interaktiv-Apps neue Lernmöglichkeiten.

GRAZ. Alljährlich im November wird die steirische Landeshauptstadt Graz zu einem Melting Pot junger Netz-Kreativer aus ganz Europa. Heuer machte das „European Youth Award”-Festival insbesondere jene digitalen Lösungen sichtbar, die im Dienst der Gesundheit stehen. Das Gewinnerprojekt aus Spanien erleichtert etwa mit Apps und eBooks autistischen Kindern das Lernen; weitere Projekte beschäftigten sich mit Big Data & Herz­diagnostik oder einem Roboterskelett für beeinträchtigte Menschen. Diesjährige Schwerpunkte waren das Internet of Things, Big Data, cyberphysikalische Installationen und Assistenzsysteme.

„Leidenschaft mit Mehrwert”

Das Siegerprojekt „Aprendices Visuales – Visual learning for children with autism” wurde von ­Miriam Reyes (sie lebt im spanischen Sevilla) gemeinsam mit der befreundeten Künstlerin Carla Monguió für Reyes' dreijährige ­autistische Nichte entwickelt.

Der Hintergrund: Autistische Kinder lernen primär visuell – und das Gewinner-Projekt eröffnet den Kindern mittels eBooks und interaktiven Apps gänzlich neue Lernmöglichkeiten. „Tolle Apps und professionelle eBooks können auch mit ganz geringen Mitteln und von einer NGO heute höchst professionell produziert werden”, lobte die Jury in ihrer Begründung für die Auszeichnung. „Dieses Projekt sticht in Bezug auf den sozialen Mehrwert, Leidenschaft des Teams und seine hohe Skalierbarkeit klar hervor”, schloss sich Peter A. Bruck, Initiator und Mastermind des „European Youth Award, an, „da es eigentlich allen kleinen Kindern helfen kann, mit Freude zu lernen”.
13 Start-up Projekte aus ganz ­Europa waren nach Graz zur Endausscheidung eingeladen worden, die sich allesamt durch gesellschaftliches Engagement und technische Exzellenz auszeichnen. Neben „Aprendices Visuales” überzeugten insbesondere das Big-Data-Projekt zur Herzdiagnostik, „Complex Disease Detector”, aus Schweden und das Jungbürger-Projekt „Exempt from Theory” aus Polen.

Roboter und „Werbe-Bäume”

Vorgestellt wurden auch das Roboterskelett „UMRE”, das bewegungseingeschränkten Menschen motorische Unterstützung bietet, und ein multifunktionales Werbedisplay für Städte namens „CityTree”, geformt aus Holz und Pflanzen, das, neben der Funktion als Werbeträger, den Feinstaub bindet und die Luftverschmutzung reduziert.

Österreich war mit der Social-Media-Plattform „talentify.me” vertreten, die ältere Schüler mit jüngeren zur Lernhilfe vernetzt, und mit dem Augmented-Reality-Spiel „Origin” von Studierenden der FH Salzburg.
Mehr Infos zu den eingereichten und ausgezeichneten Projekten finden Sie auf eu-youthaward.org. (red)

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