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Suche nach Klarheit und ­Entscheidungssicherheit © Gottfried Huemer

Krisen-Coach Gottfried Huemer leitet in Laakirchen/OÖ ein Stresspräventionszentrum und Erwachsenenbildungsinstitut (www.instituthuemer.at). Neben seiner Tätigkeit als Führungskräftecoach und Lehrtrainer begleitet er Menschen bei Lebensveränderungskrisen und stressbedingten Überlastungssymptomen.

© Gottfried Huemer

Krisen-Coach Gottfried Huemer leitet in Laakirchen/OÖ ein Stresspräventionszentrum und Erwachsenenbildungsinstitut (www.instituthuemer.at). Neben seiner Tätigkeit als Führungskräftecoach und Lehrtrainer begleitet er Menschen bei Lebensveränderungskrisen und stressbedingten Überlastungssymptomen.

19.02.2016

Suche nach Klarheit und ­Entscheidungssicherheit

Führungskräfte stehen oft unter immensem Druck; Tipp: Einzelcoaching.

Gastkommentar ••• Von Gottfried Huemer


PROFESSIONALITÄT GEFRAGT. Zeitaufwendige Persönlichkeitstrainings werden heute immer öfter durch eine Coachingbegleitung ersetzt. Wie nachhaltig sich das auswirkt, zeigt die Evaluierung eines Laakirchner Beratungsunternehmens: 400 Klienten wurden angeschrieben; über 90 Prozent davon würden, so die Rückmeldung, wieder ein Coaching in Anspruch nehmen. Dieser Ansicht waren interessanterweise auch jene, deren letztes Coaching bereits mehr als drei Jahre zurücklag.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Beratungsprozess waren, erstens, die Erfahrung, für das eigene Handeln Verantwortung zu tragen – und, zweitens, der Lernprozess, der dazu führte, körperliche Beschwerden als ‚Wächter' zu erkennen, die helfen, besser darauf zu achten, was einem guttut (mehr dazu auf unternehmerkraft.at).

Kompetenz auf mehreren Ebenen

Warum braucht es ausgebildete Coaches? Viele Probleme kann man mit dem Partner oder Freunden besprechen. Das geht jedoch nicht, wenn die Vertrauenspersonen Eigeninteressen verfolgen oder selber Teil des Problems sind. Somit ist die Suche nach einem professionellen Coach ein sehr hilfreicher Schritt. Coaching ist an und für sich keine geschützte Berufsbezeichnung. Umso wichtiger ist es deshalb, darauf zu achten, auf welche Ausbildung der jeweilige Coach zurückgreifen kann. In Österreich ist dies speziell bei lebensbezogenen Themen die Berufsgruppe der „Lebensberater”. Sie durchlaufen eine fünfsemestrige Ausbildung und müssen neben einer hohen Anzahl von Selbsterfahrungsstunden beinahe 1.000 Stunden Praktikum nachweisen.

Führungskräfte brauchen „Privatsphäre”

Insbesondere Führungskräfte wollen keine Gruppentrainings, da es sich häufig um ‚heikle' Themen handelt. Viel lieber ist ihnen ein speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Einzelcoaching. Auch die Möglichkeit im vertrauten Rahmen an ihren Verhaltensmustern zu arbeiten, ist vielen sehr wichtig. Interessant ist auch, dass 50 Prozent der Befragten nur einen bis drei Termine benötigten und mit den Ergebnissen dennoch sehr zufrieden waren.

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