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Swooosh. Bombow …Dalumdadada … © Drex-Records

Die Gastkommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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Die Gastkommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

12.05.2015

Swooosh. Bombow …Dalumdadada …

Gastkommentar Robert Draxler über Sound Branding

… so oder ganz anders könnte ein akustisches Logo klingen Wer kennt sie nicht, die fünf Töne des rosaroten Telekommunikationsanbieters, den Nokia-Klingelton oder den Windows-Startsound. Jedoch wurden schon viel früher akustische Signale verwendet, um bestimmte Botschaften zu transportieren. Sound Branding, im weitesten Sinne, gibt es allerdings schon seit Anbeginn der Menschheit. Wenn der Jagderfolg mit Trommeln verbreitet wurde, oder antike Völker militärische Ereignisse mit Fanfaren verkündeten, kann man den natürlichen und selbstverständlichen Einsatz von akustischen Signalen erkennen. Verschiedene Klänge transportieren unterschiedliche Emotionen.

Unser Gehör ist an keinen Blickwinkel gebunden und nimmt alle Schallereignisse in einem Raum wahr. So ist der Mensch selbst in lauter Umgebung in der Lage, nach dem Hören eines Schlüsselreizes (ein Wort, Geräusch) sofort die akustische Wahrnehmung darauf zu fokussieren.
Und genau diese Omnipräsenz des Hörens kann sich ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Marke mit einem abgestimmten Sound Branding-Konzept zunutze machen.

Immer wieder 08/15-Soundeffekte …

In vielen Werbeproduktionen ist es jedoch nach wie vor üblich, austauschbare Archiv-Musik, 08/15-Soundeffekte und auch die Stimme ganz zum Schluss noch – quasi als notwendiges Übel – hinzuzufügen. Leider wird so im Sinne einer multisensualen Wahrnehmung der gesamte Audiokanal mehr oder weniger verschenkt.
Werden jedoch die Sounds, das Audio-Logo und die Corporate Music nach den Markenwerten maßgeschneidert und zielgruppenorientiert produziert, werden so emotionale Bindung, hohe Wiedererkennung und Imagestärkung erzielt. Die strategische Entwicklung eines Sound Branding-Konzepts erfolgt diesbezüglich in vier Schritten: Im ersten Schritt werden die Strukturen und Werte der Marke analysiert und vorhandene Markenattribute auf die akustische Umsetzbarkeit überprüft; in der darauf folgenden Zieldefinition werden auf Basis der Analyse die Zielwerte (Key-Values) festgelegt. Diese Zielwerte sollen möglichst genau die Unternehmenswerte widerspiegeln.
In der Produktion werden nun die Sounds, Instrumentierung, Arrangements und Stilistik nach den definierten Klangattributen umgesetzt. Zu guter Letzt werden die Sounds an allen akustischen Berührungspunkten implementiert.
Besonders wichtig ist der gezielte Einsatz der Soundelemente am „Daily Touch Point” der Unternehmenskommunikation. Telefonwarteschleifen, Werbespots und Videoproduktionen eignen sich für die akus-tische Präsentation besonders gut. So ist es möglich, Markenwerte über die Ohren direkt in den Köpfen der Kunden zu verankern.

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