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Unternehmer-Umfrage: Munition für Neos © APA/Roland Schlager

Neos-Chef Strolz: Die Steuerreform als Zeichen für „Managementversagen”.

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Neos-Chef Strolz: Die Steuerreform als Zeichen für „Managementversagen”.

01.07.2015

Unternehmer-Umfrage: Munition für Neos

Steuerreform Selbstständige wollen nicht in neue Mitarbeiter investieren – Matthias Strolz: „Wir sind wütend”

Wien. Die Neos haben sich in einer Umfrage „Munition” gegen die Steuerreform geholt. Demnach motivieren die Regierungsmaßnahmen kaum einen Unternehmer, in neue Mitarbeiter zu investieren. 80% der Befragten fordern hingegen eine Senkung der Lohnnebenkosten, so das Ergebnis von Public Opinion Strategies. „Wir sind wütend”, so Neos-Chef Matthias Strolz am Dienstag in einer Pressekonferenz. Die Spitzen von KMU wurden vom Institut des Meinungsforschers Peter Hajek im Auftrag der Parlamentspartei befragt (22.-26. Juni, 300 Telefonate, Schwankungsbreite: 5,7%). Für Hajek sind die Ergebnisse hoch signifikant: „Das habe ich so selten gesehen.” So ist gleich für 98% der Unternehmer die Steuerreform eher keine Motivation, neue Mitarbeiter einzustellen; 79% finden zudem, die heimische Politik sei dafür verantwortlich, dass Österreich beim Wirtschaftswachstum hinterherhinkt.

„Hab ich selten gesehen”

Auch allgemein fällt die Steuer-reform bei KMU durch: Lediglich 22% der Befragten stehen ihr posi-tiv bzw. „eher positiv” gegenüber, 71% hingegen negativ bzw. „eher negativ”. Einig ist man sich, was die Wünsche bezüglich einer Steuerreform betrifft: Für 80% ist die Senkung der Lohnnebenkosten „sehr dringend”, für 16 „eher dringend”. „Das ist das Thema schlechthin, wenn man neue Arbeitsplätze schaffen will”, so Hajek.
„Diese Steuerreform wird die Arbeitslosigkeit in Österreich befeuern”, so Strolz. Die Unternehmen würden tendenziell sogar überlegen, ihre Investitionen zurückzufahren, fürchtet er. „Damit verbinde ich eine echte Wut. Das ist Managementversagen.” (APA)

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