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WKO und IV: „Warnsignal” © Andi Bruckner/IV

Peter Koren, IV: Österreich stürzt in die Gruppe der Moderate Innovators ab.

© Andi Bruckner/IV

Peter Koren, IV: Österreich stürzt in die Gruppe der Moderate Innovators ab.

08.05.2015

WKO und IV: „Warnsignal”

Innovationsanzeiger Die anhaltende Verschlechterung der Position Österreichs im EU-Innovations-Ranking

Mit Platz 11 hat Österreich im EU-28-Vergleich zum vierten Mal in Folge einen Platz eingebüßt.

Wien. Wirtschaftskammer (WKO) und Industriellenvereinigung (IV) beklagen den Verlust an Innovationskraft in Österreich. Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen der EU-Kommission „sollten ein weiteres Warnsignal sein, in den Anstrengungen, Österreich als Innovation Leader zu etablieren, nicht nachzulassen”, so WKO-Vizepräsidentin Martha Schultz. „Österreich entfernt sich damit nicht nur immer weiter von den ‚Innovation Leadern', sondern es droht sogar ein Abstieg aus der Gruppe der ‚Innovation Follower' in die dritte und vorletzte Gruppe der ‚Moderate Innovators', kritisierte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Peter Koren. Nach der bisherigen Top-Platzierung 2009 (Rang 6) habe Österreich in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Innovationsfähigkeit eingebüßt und rangiere nun nur noch auf Rang 11 innerhalb der 28 EU-Staaten.

Mehr Forschungsgeld

Besondere Schwächen Öster-reichs liegen laut „Innovation Union Scoreboard (IUS) 2015” in der mangelnden Verfügbarkeit von Venture Capital, im Bereich der Human Ressourcen oder zu geringer Patent- und Lizenzeinnahmen. Mit der „Leitbetriebe-Standortstrategie” sei in Österreich zuletzt ein zukunftsträchtiger Anlauf unternommen worden, so Koren. Die Erhöhung der Forschungsprämie stelle dabei eine von 15 Maßnahmen der Standortstrategie dar, die auf dem Weg zu Umsetzung sei. Sie würde einen wichtigen Schritt zur Erhöhung der Standortattraktivität darstellen.
Schulz verlangte, weitere Maßnahmen mit Hebelwirkung, etwa bei der lang bekannten Schwäche im Venture Capital Bereich, zu ergreifen. Hier sollte ein steuerlicher Freibetrag für in KMU investierende private Kapitalgeber umgesetzt werden. (red/APA)

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