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Zehn Jahre Gründerhilfe © NLK/Johann Pfeifer

M. Moll, accent, D. Agneter, tecnet equity, B. Hofer, D. Hofer, talentify, P. Bohuslav, M. Kogelnik, Vocier, H. Schneider, Fresnex, C. Käfer, inventures, T. Nennadal, accent.

© NLK/Johann Pfeifer

M. Moll, accent, D. Agneter, tecnet equity, B. Hofer, D. Hofer, talentify, P. Bohuslav, M. Kogelnik, Vocier, H. Schneider, Fresnex, C. Käfer, inventures, T. Nennadal, accent.

03.07.2015

Zehn Jahre Gründerhilfe

accent Das nö. Hightech-Gründerzentrum unterstützt Start-ups durch Coaching, Beratung und Anschub-Finanzierung

Landesrätin Petra Bohuslav: „Gründer sind Multiplikatoren für ein positives Wirtschaftswachstum.”

Wr. Neustadt. Im neuen „Wirtschaftsbericht 2015”, der am Mittwoch von den Spitzen der Bundesregierung präsentiert worden ist, ist auch die „Gründernation Österreich” wieder ein Thema: Konkret legte man sich darauf fest, „das Umfeld für Gründer und Start-ups kontinuierlich zu verbessern und den Unternehmergeist zu fördern”. Das niederösterreichische Hightech-Gründerzentrum accent unterstützt seit 2005 Start-ups durch gezieltes Coaching, mit Beratung sowie einer ersten Anschub-Finanzierung. Bei einer kürzlich von inventures, einem Kooperationspartner des Wifo, durchgeführten Studie wurde untersucht, was aus den seit damals geförderten Unternehmen geworden ist.

90% der Projekte noch aktiv

„Gründerinnen und Gründer, die aufgrund ihrer Geschäftsidee, ihrer Persönlichkeit sowie ihres Businessplans über ein hohes Wachstumspotenzial verfügen, sind wesentliche Multiplikatoren für ein positives Wirtschaftswachstum”, wird Landesrätin Petra Bohuslav in einer Aussendung von accent dazu zitiert. Aus der vorliegenden Studie gehe auch hervor, dass die Niederösterreich-Ergebnisse im österreichweiten Vergleich „weit über den Erwartungen” lägen.
Von den bisher im accent-Gründerservice aufgenommenen Projekten sind 90% noch aktiv. Zwei Drittel davon sind noch mit ihrer ursprünglichen Geschäfts-idee aktiv, während die restlichen Unternehmen ihren Geschäftsfokus beziehungsweise ihr Produkt ­angepasst oder neu definiert ­haben.

Viele Jobs entstanden

Auch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind positiv: Im Durchschnitt hat jedes Start-up 5,5 Arbeitsplätze geschaffen, die meisten im akademischen Bereich. Erfolgreich waren die accent-Unternehmen auch beim Lukrieren zusätzlicher Fördergelder bzw. Eigenkapital. accent selbst unterstützt die Unternehmen durch Zuschüsse, die sich zwischen 20.000 und maximal 50.000 € bewegen, je nach Technologiebereich und Projekt. „Mit unserer Unterstützung konnten die Unternehmen im Durchschnitt mehr als 280.000 Euro an zusätzlichen öffentlichen Fördergeldern und 120.000 Euro an Investorengeldern erhalten”, präzisiert Michael Moll, Geschäftsführer des accent-Gründerservice. Im Schnitt konnten die accent-Unternehmen daher in der Gründungsphase Finanzierungen in Höhe von mehr als 400.000 € für die Entwicklung ihrer Produkte und die Finanzierung ihres Markteinstiegs aufstellen.

Referenz-Start-ups

Referenzprojekte des accent Gründerzentrums sind etwa Talentify, eine communitybasierte Nachhilfeplattform, die begabten Schülerinnen und Schülern zusätzliches Know-how vermittelt. Diese geben im Gegenzug Nachhilfe für Familien aus sozial schwächeren Schichten. Fresnex wiederum hat ein Solarmodul entwickelt, das Prozessdämpfe für Gewerbebetriebe zur Verfügung stellt. Durch das modulare System kann kos-tengünstig Prozessdampf in die bestehenden Dampferzeugungseinheiten geführt werden und dadurch massiv Energie eingespart werden.
Vocier hat einen Hand­gepäcks­koffer entwickelt, der es erstmals ermöglicht, Businesskleidung knitterfrei zu transportieren. Durch einige zusätzliche Features wie Schuh- und Laptop-Fächer wurde ein hochqualitatives Reise-Gesamtsystem entwickelt, das seit Mai 2015 auch schon erfolgreich im Verkauf ist. (red)

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