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22.300 Objekte am Markt © Paul Christian Jezek

Gute Immo-Deals in den niederösterreichischen Bezirkshauptstädten wie Hollabrunn.

© Paul Christian Jezek

Gute Immo-Deals in den niederösterreichischen Bezirkshauptstädten wie Hollabrunn.

29.01.2016

22.300 Objekte am Markt

In Niederösterreich beflügelt ein starker Nachfragemarkt die ­Immobiliendienstleister. Eigenheime sind gefragter als Mietobjekte.

••• Von Paul Christian Jezek

GMÜND. Die niederösterreichische Immobilien- und Vermögenstreuhänder-Branche war laut dem geschäftsführenden Fachgruppenobmann Johannes Wild 2015 durch die Konjunktur begünstigt. So konnten die 810 Immobilien- und Vermögenstreuhänder mit ihren 1.741 Mitarbeitern – davon neun Lehrlinge – Immobilien im Wert von rund drei Mrd. € verkaufen.

„Nach wie vor stand Eigentum klar im Vordergrund. Nach Mietobjekten wurde nachgefragt, wenn die Kaufpreise zu hoch waren oder die nötige Bonität fehlte”, sagt Wild. „Besonders gefragt sind Objekte mit einer Wohnfläche von 160 sowie einer Gartenfläche von 1.000 m2. Klarer Favorit bei den Kunden ist nach wie vor der Speckgürtel rund um die Bundeshauptstadt, aber auch Orte, die an der Westbahn liegen.” Im Schnitt sind die Kunden bereit gewesen, bis zu 450.000 € in ihre jeweilige Traumimmobilie zu investieren.
Zurzeit sind rund 22.300 Objekte am Markt, davon 13.300 Kauf- sowie 9.000 Mietobjekte. Experte Wild begründet die Teuerungen der letzten Zeit mit der starken Nachfrage. „Aufgrund der Flüchtlingswelle ist heuer eine Abkühlung auf dem Wohnimmobilienmarkt zu erwarten. Ich rechne sogar mit einem weiteren Preisanstieg – wahrscheinlich nicht mehr im Ausmaß der letzten Jahre, aber dennoch spürbar.” Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien hingegen werde bei den derzeitigen staatlichen Rahmenbedingungen eher abflauen; die Preise würden in diesem Bereich eher fallen, da die Kapazitäten in der Industrie sowie im Gewerbe reduziert werden.

Zu viel Bürokratie

Auch die Immobilienbranche ärgert sich über die stetig steigende Bürokratie: „Die überbordende Gesetzesflut ist für unsere Unternehmen kaum mehr ertragbar”, beklagt sich Wild. „Das beginnt bei der Registrierkasse und geht bis zur Barrierefreiheit. Unsere Branche ist immer mehr von Änderungen betroffen, welche die Einhaltung aller Regeln unmöglich machen.”

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