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80% Kosten sparen? © Philips/KuDA Photography (2)
© Philips/KuDA Photography (2)

29.01.2016

80% Kosten sparen?

Philips und Cisco wollen mit dem Internet der Dinge (IoT) bessere Gebäudeeffizienz und höhere Energieeinsparungen erreichen.

••• Von Paul Christian Jezek

TORONTO. Künstliche Beleuchtung gibt es in Bürogebäuden überall – sie bietet die ideale Plattform, um das Internet der Dinge in Büro­umgebungen einzuführen.

Die Lichtpunkte eines Philips Bürobeleuchtungssystems, das mit Sensoren und Softwareanwendungen ausgestattet bzw. verbunden ist, können mithilfe der Technologien von Cisco vernetzt werden – so lautet jedenfalls die Vision der beiden Multis, die dazu eine eigene strategische Allianz initiiert haben. „Wir arbeiten zusammen, um das Internet der Dinge in Büro- und gewerblich genutzten Gebäuden auf der ganzen Welt praktisch nutzbar zu machen”, erklärt Bill Bien, Head of Strategy and Marketing bei Philips Lighting. „Kunden werden bei der Beleuchtung die beste Energieeffizienz in der vernetzten Welt erleben und Informationen nutzen können, die ihr vernetztes Beleuchtungssystem gesammelt hat, um Energie einzusparen, Kosten zu senken, die Produktivität zu steigern und Arbeitsplatze zu optimieren. Beleuchtung, die mit einer überaus sicheren, verlässlichen IT-Infrastruktur verbunden ist, wird die Grundlage des intelligenten Büros der Zukunft bilden.”

Vernetzte Technologien

Philips und Cisco wollen die Markteinführung der vernetzten Technologien beschleunigen und versprechen sich davon eine zunehmende Vernetzung, mehr Komfort sowie höhere Effizienz durch die Schaffung innovativer Bestandteile eines modernen Gebäudes.

Beleuchtung sei der logische erste Schritt bei der Einführung des Internets der Dinge: Eine mit Sensoren ausgestattete, vernetzte Beleuchtung kann ihr Umfeld intelligent erfassen und die räumlichen Gegebenheiten messen.
So bieten etwa die Präsenzmelder des Systems Informationen über die tatsächliche Raumnutzung, wodurch sich die Kosten gezielt senken lassen: In der Regel entfallen 40% des Stromverbrauchs eines Bürogebäudes auf die Beleuchtung und fast 80% an Energie- und Gebäudeunterhaltskosten lassen sich einsparen, wenn das vernetzte Philips LED-Beleuchtungssystem in ein Netzwerk von Cisco integriert, darüber gesteuert und verwaltet wird. Mobilen Zugriff bietet eine Smartphone-App, mit der Büroangestellte über ein Kommunikationsnetzwerk auf andere Gebäudedienste zugreifen können.

Jede Menge Chancen

Cisco lässt derzeit ein modernes vernetztes Beleuchtungssystem von Philips in seinem kanadischen Hauptsitz in Toronto installieren, um zu zeigen, wie Philips und Cisco gemeinsam die Möglichkeiten des Internets der Dinge in Bürogebäuden ausschöpfen können.

„Die Möglichkeiten dieses vernetzten Beleuchtungssystems sind fast endlos”, sagt Richard Lees, Senior Project Manager von ­CBRE Limited, einem Anbieter von Immobiliendienstleistungen und Investitionsmanagement. „Dieses System verfügt über so viele Funktionen, dass wir sie noch gar nicht alle ausprobieren konnten.”
Die Welt werde „zunehmend digital” und „durch eine Zusammenarbeit mit Philips können wir Gebäude­eigentümern dabei helfen, ihre Beleuchtungsnetzwerke schneller zu digitalisieren, um letztlich das Benutzererlebnis und die Effizienz zu verbessern”, sagt Edwin Paalvast, Executive Sponsor der Cisco-Philips-Allianz. „Durch die Partnerschaft mit Philips stellen wir eine zuverlässige, PoE-betriebene LED-Beleuchtungslösung unter Verwendung eines hochsicheren IT-Netzwerks bereit.”

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