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Bei uns boomen die Hotels © APA/Herbert Neubauer

Big Deal Im Frühjahr verkaufte Starwood Hotels & Resorts für umgerechnet rund 70 Mio. € das Wiener 5-Stern-Nobelhotel Imperial an Al Habtoor Investment.

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Big Deal Im Frühjahr verkaufte Starwood Hotels & Resorts für umgerechnet rund 70 Mio. € das Wiener 5-Stern-Nobelhotel Imperial an Al Habtoor Investment.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 09.09.2016

Bei uns boomen die Hotels

Investments in Österreich, Deutschland und Italien stärken den kränkelnden europäischen Hotelinvestmentmarkt.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Im ersten Halbjahr wurden in Europa insgesamt 6,88 Mrd. € in Hotelimmobilien investiert, das sind ca. 41% weniger als im Vergleichszeitraum 2015. Wie aus der aktuellen Analyse des Immobilienunternehmens CBRE hervorgeht, ist das Investitionsvolumen in Europa im Vorjahresvergleich generell um ca. 15% gesunken.

Hotel-Insel der Seligen

Österreich bewegt sich sehr deutlich gegen den Trend, denn im ersten Halbjahr stieg bei uns das Hotelinvestmentvolumen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um ca. 146%.

Während unser Land im Hj am Gesamtinvestitionsvolumen Europas einen Anteil von ca. 1% aufweist, macht das österreichische Hotelinvestitionsvolumen ca. 5% des Hotelinvestmentmarkts Europas aus.
Die im Q2 abgeschlossenen Hoteltransaktionen in Höhe von insgesamt 75 Mio. € erreichten zwar nicht den Rekordwert des Q1 2016 (271 Mio. €), übertrafen jedoch das Investitionsvolumen des Vergleichszeitraumes 2015 um ca. 116%.
„Erwähnenswert war in den ersten sechs Monaten des Jahres der Verkauf des Traditionshauses Hotel Imperial in Wien an die Al Habtoor Gruppe sowie der Verkauf des Hotel Hilton Stadtpark an eine österreichische Investorengruppe”, sagt Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei ­CBRE Österreich. „Diese Transaktion stellt auch den größten jemals in ­Österreich stattgefundenen ­Hoteldeal dar.”
Ebenfalls entgegen dem europäischen Trend übertrafen auch in Deutschland im Hj 2016 die Investitionen am Hotelmarkt die Vorjahresperiode mit 2,02 Mrd. € um 34%.

Deutschland ist der Markt

Als attraktivster Hotelinvestitionsmarkt in ganz Europa erweist sich der deutsche, der damit den britischen abgelöst hat: Trotz der aktuellen politischen und ökonomischen Unsicherheiten in weiten Teilen Europas weist er ein beständig großes Liquiditätsniveau sowie starke Marktfundamentaldaten auf.

Das breite Angebot an Hotel­immobilien mit Pachtverträgen in Verbindung mit der steigenden Anzahl institutioneller Investoren aus Europa hat kontinuierlich die Attraktivität des deutschen Hotelmarkts gesteigert.
Der Verkauf des Hyatt Hotels Düsseldorf war 2016 die bisher größte Einzeltransaktion in Deutschland; dass das Hotel mit einem Managementvertrag betrieben wird, stellt übrigens in der überwiegend pacht-fokussierten deutschen Hotellandschaft eine Seltenheit dar.

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