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Börseviertel durch neue Ideen Leben einhauchen © Claudia Prieler

Polzhofer, Lueck, Dunkl, Doppler, Lessing (vlnr): Börseviertel soll „the place to live, work and, most important, enjoy” werden.

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Polzhofer, Lueck, Dunkl, Doppler, Lessing (vlnr): Börseviertel soll „the place to live, work and, most important, enjoy” werden.

Fritz Haslinger 12.06.2015

Börseviertel durch neue Ideen Leben einhauchen

Vereinsgründung Fünfköpfiger Vorstand will dem Stadtteil rund um das Börsegebäude mehr Lebensqualität geben

Unternehmer und deren Beschäftigte sowie Gäste und Touristen sollen von Belebung profitieren.

Wien. Der Stadtteil rund um das Börsegebäude hat sich emanzipiert. Ausgangspunkt war eine Ini-tiative ansässiger Unternehmen, unterstützt von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel. Nun wurde ein Verein gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Börseviertel zum „best place to work” zu entwickeln.

Börseviertel-Card geplant

Mit der Wahl des Vereinsvorstands hat ein fünfköpfiges Team die Arbeit aufgenommen. An der Spitze stehen die Vereinsobmänner Leo Doppler (Restaurant Hansen) und Karl-Hans Polzhofer (Neue Wiener Werkstätte). Mit im Vorstand sind Jakob Dunkl (Querkraft Architekten), Markus Lueck (Palais Hansen Kempinski) und Norbert Lessing (Hilton Plaza Vienna). Auf der Agenda des Vereins stehen die Entwicklung einer Börseviertel-Card sowie die Umgestaltung des Börseparks.
Das erst vor wenigen Monaten offiziell aus der Taufe gehobene Börseviertel hat sich mittlerweile zu einem Fixpunkt in Wien etabliert. Auch die Wiener Linien haben das Börseviertel als Point of Interest in ihren Netzfahrplan übernommen.
Vielen Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Börseviertel durch tolle Nachbarschaftstreffen ein Begriff. Die Wiener Städtische Versicherung, das Palais Hansen Kempinski Wien, die Neue Wiener Werkstätte und das Hilton Plaza Vienna haben bereits ihre Pforten geöffnet und zum Get-together geladen. Nun soll ein vielfältiges Lunch- und After-Work-Angebot geschaffen werden.
„Als Restaurantbetreiber ist es mir sehr wichtig, dass die Gegend eine Aufwertung erhält. Je mehr zufriedene Mitarbeiter, begeisterte Kunden und Touristen die Gegend frequentieren, desto mehr hat jedes unserer Mitglieder davon”, sagt Doppler.

Umgestaltung des Parks

Auch dem Polzhofer ist die Belebung des Viertels ein persönliches Anliegen: „Ich bin mit dem Flagship-Store der Neuen Wiener Werkstätte erst seit Mitte 2014 Bewohner des Börseviertels. Mich hat der Standort überzeugt: Bäume vor der Tür, man ist mitten in der Stadt und trotzdem ruckzuck am Flughafen oder auf der Autobahn. Bei uns findet man auch noch Parkplätze rund ums Geschäft, öffentlich sind wir perfekt angebunden. Der Verein soll Nachbarn zusammenbringen, wir wollen Kräfte bündeln und Synergien nützen.”
Sehr wichtig ist dem neuen Verein die Umgestaltung des Börseparks. Zur Nutzung der Grünfläche gibt es bereits viele Ideen, die durch Bürgerbeteiligungsprozesse erweitert und ausgefeilt werden sollen.

Mehr Nahversorgung

„Querkraft Architekten engagieren sich im Börseviertel, weil wir die große Chance sehen, mittels gemeinsamer Aktivitäten die Lebensqualität in diesem Viertel weiter zu erhöhen. Unser Anliegen: Themen wie Mobilität, Nahversorgung oder Freiraumgestaltung vorantreiben und dazu beitragen, dass ein besonderes, ein bemerkenswertes Quartier entsteht; kulturelle Orientierung wird in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt sein”, so Dunkl.
Unternehmen und Personen, die sich aktiv an der Gestaltung des Börseviertels beteiligen wollen, können zum Jahresbeitrag von 500 Euro Vereinsmitglied werden. Außerdem will man mittelfristig eine Member-Card zur Verfügung stellen, die Börseviertel-Mitgliedern attraktive Vorteile bieten soll, heißt es seitens des Vereinsvorstands.

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