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Die neuen Meister des Trockenbaus © Rigips (2)

Siegerprojekt Besonderheit der neuen Zentrale von Saint-Gobain Rigips in Bad Aussee ist die konvex und konkav gebogene, abgehängte Decke aus Gyptone Big Curve-Akustikplatten im Stiegenhaus.

© Rigips (2)

Siegerprojekt Besonderheit der neuen Zentrale von Saint-Gobain Rigips in Bad Aussee ist die konvex und konkav gebogene, abgehängte Decke aus Gyptone Big Curve-Akustikplatten im Stiegenhaus.

Paul Christian Jezek 17.11.2017

Die neuen Meister des Trockenbaus

Abel & Knechtl holten sich die Rigips Trophy, für die knapp zwei Dutzend Unternehmen eingereicht hatten.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Von einem außergewöhnlichen Beleuchtungssystem zum bauakustischen Wahrnehmungsraum, von der Wellnessanlage zum Bürogebäude reichte das Spektrum der Einreichungen bei der Rigips Austria Trophy 2017. Die bedeutendste Innovation des Jahres gab auch das Motto des festlichen Abends vor: „No more bricks in the wall”.

Mit einer kleinen Anlehnung an das erfolgreiche Album der legendären britischen Rockband Pink Floyd forderte Rigips-Geschäftsführer Michael Allesch dazu auf, alte gedankliche Mauern umzureißen und immer öfter quer oder gegen den Strom zu denken.

Das Siegerprojekt

Der 1. Preis ging an Abel & Knechtl Trockenbau OG aus Irdning-Donnersbachtal für den Relaunch der Unternehmenszentrale von Saint-Gobain ­Rigips Austria in Bad Aussee.

Für die Beleuchtung wurden speziell geschwungene LED-Profile verbaut. Neue Decken und Wände gibt es auch in allen anderen Bereichen des Gebäudes, die mit LED-Profilen, Schattenfugen und Lochplatten optisch anspruchsvoll und schalltechnisch besonders sorgfältig ausgeführt wurden.

Die Muschel im Tower

Den zweiten Platz holten sich Baierl & Demmelhuber für die sogenannte Shell im Eingangsbereich des Wiener Millennium Tower.

Diese „Shell” ist eine überdimensionale, rund 13 m hohe und im Durchmesser 32 m große Muschel aus zwei ineinandergreifenden Schalen. In diese Muschel sind 300 Einzelleuchten integriert, sodass sich eine Mischung aus Kunst- und Tages­licht ergibt – eine Herausforderung für eine streiflichtfreie Spachteloberfläche.
Den dritten Preis eroberte Lieb Bau Weiz für das zweigeschoßige Atrium im neuen Erste Campus beim Wiener Hauptbahnhof; augenscheinlichstes Designelement ist die Trennwand zum Multifunktionssaal. Die Dimension der rund 500 m2 großen mehrschaligen Wandkonstruktion mit bis zu 7,30 m Höhe stellte ebenso eine Herausforderung dar wie die damit verbundenen Anforderungen an Akustik und Brandschutz.

Gute Chancen in Portugal

Den Innovationspreis des Jahres 2017 teilten sich Franz König aus Fügen für sein Beleuchtungs­system Nivatus, ex aequo mit Trockenausbau Weger aus Spittal und Weissenseer Holz-System-Bau GmbH aus Greifenburg für die Wiener Tanzschule Schwebach. Der Publikumspreis ging an Preite Verputz & Trockenbau für das Haus CaVera in Brand/Vorarlberg.

Unter den Einreichungen sind auch jene Projekte, die Öster­reich 2018 zur Internatio­nalen Trophy in Lissabon ins Rennen schickt.

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