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Erste Plattform für Immobilien © Home Rocket/Matthias Niggl

Die Gründer Deutschmann und Garber wollen Kleinanlegern Zugang bieten.

© Home Rocket/Matthias Niggl

Die Gründer Deutschmann und Garber wollen Kleinanlegern Zugang bieten.

22.05.2015

Erste Plattform für Immobilien

Crowdfunding Gründer der neuen Plattform sprechen von Win-Win-Situation: „Gute Verzinsung für Investoren, Gelder für die Projektentwickler”

Home Rocket ermöglicht Kleinanlegern Immobilieninvestments ab 250 Euro; bereits erste Projekte.

Wien. Home Rocket, die erste internationale Crowdfunding-Plattform für Immobilien in Europa, startete am 20. Mai (www.homerocket.com). „Der profitable Immobilienmarkt war bisher primär Großanlegern vorbehalten. Das wollen wir ändern”, erklärt Wolfgang Deutschmann, Gründer und Geschäftsführer. „Unser Anspruch dabei ist, laufend die besten Immobilienprojekte erfahrener Branchenprofis zugänglich zu machen.”

Home Rocket ist ein Unternehmen der Rockets Holding, die mit Green Rocket bereits eine Crowdfunding-Plattform in Österreich betreibt.
Investitionen in Immobilienprojekte beginnen bei Home Rocket ab einer Summe von 250 Euro und sind möglich bis 50.000 Euro. Gleichzeitig können Immobilienentwickler ihre Projekte mit dieser unabhängigen Plattform über die Crowd finanzieren. Zum Launch der Plattform stehen bereits zwei Immobilienprojekte in Österreich (Wien, Graz) mit attraktiven Zinsen zur Verfügung, wie es heißt. Ein weiteres in Berlin sei bereits in Vorbereitung. Entwickler dieser ersten Projekte ist die C&P Immobilien AG.
„Wir wollen eine Win-Win-Situation schaffen: Einerseits profitieren die Investoren finanziell von einer guten Verzinsung, andererseits wird dem Projektentwickler die Umsetzung seines Vorhabens mit dem Kapital der Crowd erleichtert”, sagt Co-Gründer und -Geschäftsführer Peter Garber. Eine weitere Besonderheit: Jedes Immobilienprojekt müsse zuerst die Prüfung eines unabhängigen Gutachters bestehen. Home Rocket ist als offene Plattform geplant und wird für unterschiedliche Immobilienentwickler und -projekte zugänglich sein. Finanzierungsanfragen können dabei direkt über die Crowdfunding-Plattform gestellt werden, so Garber.

Alternative zum Sparbuch

„Wer mehr aus seinem Geld machen möchte, für den ist ein Sparbuch heutzutage keine Option mehr”, betont Markus Ritter, Vorstandsvorsitzender und CEO C&P Immobilien AG. Über Crowdfunding winken nun auch mit kleinere Beträgen Chancen mit Bau- und Immobilienprojekten.
Beim C&P-Vorhaben auf der Plattform, dem „Brauquartier” in Graz, handelt es sich um ein städtebauliches Großprojekt, bei dem auf 4,3 Hektar ein neues Stadtviertel entsteht. Das Projekt Puntigam werde in der Endausbaustufe bis zu 2.000 Menschen Lebensraum bieten. Der Zinssatz wurde mit 8% angegeben. Für die Beteiligung an den Wohnungen der Wiener Donaufelderstraße mit Baubeginn bereits im Sommer 2015 wurde als Zinssatz 5% p.a. genannt. (lk)

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