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Geschwisterpaare als Firmenchefs © WB/Günther Peroutka

Walter Schnitzhofer, Helmuth Gerlich (Vorstandssprecher Bankhaus Spängler), E. Frey, M. Frey, W. und B. Hillebrand (v.l.n.r).

© WB/Günther Peroutka

Walter Schnitzhofer, Helmuth Gerlich (Vorstandssprecher Bankhaus Spängler), E. Frey, M. Frey, W. und B. Hillebrand (v.l.n.r).

16.10.2015

Geschwisterpaare als Firmenchefs

Spängler Family Management organisierte vor Kurzem das „forum familienunternehmen”. Dabei wurde die Fahne für die Säulen „Familie, Betrieb und Vermögen” hochgehalten.

••• Von Fritz Haslinger

SALZBURG/WIEN. Erstmals fand heuer das vom Spängler Family Management des Bankhaus Carl Spängler & Co. AG (bereits zum elften Mal) organisierte „forum familienunternehmen” im Kavalierhaus Klessheim statt. Neben spannenden Fachvorträgen standen Geschwisterpaare, die gemeinsam ein erfolgreiches Unternehmen führen, im Vordergrund.

Schwestern lenken Autohaus

Zwei Schwestern, Elisabeth Frey und Michaela Strasser-Frey, leiten seit zehn Jahren äußerst erfolgreich die Geschicke des Salzburger Autohauses Frey. „Dies funktioniert nur mit hoher Wertschätzung, Respekt und Toleranz dem anderen gegenüber”, erklärte Elisabeth Frey und betonte: „Ebenso wichtig ist es für uns, dass jede im Unternehmen ihr ‚eigenes Revier' hat, in dem sie eigenverantwortlich agiert. So sind wir auch getrennt messbar und das hilft oft in der gemeinsamen Analyse des Ganzen.” Die Gratwanderung zwischen Privat und Beruf veranschaulichte Michaela Frey: „Wir stehen uns insbesondere privat sehr nah, verstehen uns schon seit unserer Kindheit ausgezeichnet, das hilft natürlich auch in der Firma.” Dennoch sei im Beruf auch eine gewisse Distanz notwendig. So würden Feedback oder auch Kritik leichter annehmbar, viele Dinge ließen sich besser ausdiskutieren.

Vorzeigepaar Hillebrand

So halten es auch die beiden erfolgreichen Unternehmer Wolfgang und Bernd Hillebrand von der Hillebrand Baufirmengruppe. Sie haben den väterlichen Betrieb schon in sehr jungen Jahren übernommen. „Der schnelle Einstieg an die Spitze unseres Unternehmens war dennoch nicht leicht – eine harte, aber auch spannende und lehrreiche Zeit”, erinnerte sich Bernd ­Hillebrand. Die Bereiche teilen sie sich klar auf.

Gespür für den anderen

Wolfgang, der ältere der beiden Brüder, betonte: „Wir haben schnell festgestellt, dass wir uns gegenüber den Mitarbeitern und Kunden nur durch harte Arbeit und erfolgreiche Leistungen etablieren können. Als Geschwister, die sich die Geschäftsführung teilen, hat man sicher etwas mehr Gespür für den anderen, das hilft – sowohl beim Entwickeln der gemeinsamen Ideen als auch in der Akzeptanz der jeweils einzeln getroffenen Entscheidungen.”

Familienkodex ist hilfreich

„Vertrauen – das ist einer der wichtigsten Aspekte in Familienunternehmen; insbesondere, wenn mehrere Familienmitglieder an dessen Führung beteiligt sind”, unterstrich Walter Schnitzhofer vom Bankhaus Spängler Family Management. In dieser Spezialabteilung der Salzburger Privatbank werden Lösungen für Familienunternehmen erarbeitet, etwa in puncto Vermögensübergabe, Nachfolgeregelung, Eigentümerstrategie, etc. „Einen wichtigen Beitrag zur Übergabe kann ein Familienkodex leisten, in dem sich die Eigentümer Regeln erarbeiten, wie sie mit konfliktträchtigen Themen umgehen, die sich in jedem Familienunternehmen naturgemäß ergeben – sei es zwischen den Generationen, den Geschwistern oder im Unternehmen tätigen und nicht tätigen ­Familienmitgliedern”, führte Schnitzhofer aus.

„Aus unserer eigenen Erfahrung als Familienunternehmen sowie aus den Anforderungen in der Beratung und Betreuung von Familienunternehmen und Privatkunden entwickeln wir maßgeschneiderte Dienstleistungen für diese speziellen, oft zukunftsentscheidenden Fragen”, erklärten Heinrich Spängler und Heinrich Wiesmüller, die Vertreter der Aktionärsfamilien.

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