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Immo-Märkte: Osteuropa boomt © Immofinanz/APA-Fotoservice/Wojciech Pacewicz

Durchwegs in allen Kernländern der CEE-Region steigen das Investoreninteresse und die Preise für erstklassige Immobilien. (Empark, Warschau).

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Durchwegs in allen Kernländern der CEE-Region steigen das Investoreninteresse und die Preise für erstklassige Immobilien. (Empark, Warschau).

15.01.2016

Immo-Märkte: Osteuropa boomt

Im Vorjahr ist das Investitionsvolumen für die CEE-Länder um rund 7 Prozent auf etwa elf Milliarden Euro angestiegen – und es soll in dieser Tonart weitergehen.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Beinahe alle Länder der CEE-Region zeigten 2015 eine starke Performance, vor allem die Tschechische Republik und die baltischen Staaten.

Und: Trotz des unruhigen politischen und makroökonomischen Umfeldes ist auch das Gesamtinvestitionsvolumen in Russland mit rund 2,3 Mrd. € nahezu gleichgeblieben. Das bedeutet, dass sich die Nachfrage nach russischen Immobilien stabilisiert – verantwortlich dafür sind vor allem lokale Investoren, internationale Fonds mit weitreichender Erfahrung in Russland sowie internationale Investoren.

Top-Märkte Tschechien & Polen

In den Kern-CEE-Ländern (Polen, Tschechische Republik, Ungarn, Slowakei und Rumänien) ist das Investmentvolumen im Vorjahr auf rund 7,8 Mrd. € angestiegen. Das entspricht einem Wachstum um etwa 7% gegenüber dem Vorjahreswert.

Das Wachstum in der Tschechischen Republik ist hauptsächlich auf zwei großvolumige Transaktionen zurückzuführen (Palladium Prag, RPG Byty Residential Portfolio), die insgesamt etwa 42% des Gesamtvolumens ausmachen. Auch der polnische Markt entwickelt sich mit einem Investmentvolumen von rund drei Milliarden € im Vorjahr weiterhin positiv.
Aufgrund des wachsenden Interesses an Ungarn, Rumänien und der Slowakei werden auch diese Länder in Zukunft immer höhere Volumina verzeichnen. Mehr und mehr Investoren möchten auch in den Märkten Serbien, Kroatien und Slowenien präsent sein, daher wird auch dort mit größeren Transaktionen gerechnet.

(Relativ) Hohe Renditen

„In diesem Jahr konnten wir eine starke Investitionstätigkeit in der Region beobachten”, sagt CBRE-Experte Andreas Ridder. „Europäische Investoren wollten den Vorteil von relativ hohen Renditen und ausreichend verfügbaren Objekten für sich nutzen. Wir erwarten, dass sich der Trend 2016 fortsetzen wird, da die Voraussetzungen sowohl für das weitere Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa, als auch dafür, dass die Renditen im Vergleich zu Westeuropa relativ hoch bleiben werden, gegeben sind.”

Dazu kommt die steigende Bereitschaft der Banken, in der CEE-Region zu finanzieren. Ridder: „Wir rechnen außerdem mit unterschiedlichsten neuen Investoren, zum Beispiel haben sich asiatische Anleger das Ziel gesetzt, ihre Präsenz am Markt in dieser Region zu vergrößern.”

Grade A-Einzelhandelsimmos

Während 2014 noch der Bürosektor die am stärksten nachgefragte Assetklasse war (ca. 44% des Gesamtinvestmentvolumens), standen im Vorjahr vor allem Einzelhandelsimmobilien (ca. 41% des Gesamtinvestmentvolumens) im Fokus der Investoren. Mehr als zwei Drittel dieser Transaktionen waren sogenannte „Grade A” Objekte, die vornehmlich in den Hauptstädten oder bedeutenden regionalen Städten zu finden sind.

Diese Investmentobjekte sind für Investoren vor allem wegen der sicheren Mieteinnahmen interessant, die durch die gute Kundenfrequenz und den Absatz garantiert werden können.

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