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Immobilien in Berlin mit Charme und Potenzial © thillig

Spreehöfe: Sofern möglich, soll der Charakter des 1897 erbauten Backsteinbaus im Zuge der Sanierung freigelegt werden.

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Spreehöfe: Sofern möglich, soll der Charakter des 1897 erbauten Backsteinbaus im Zuge der Sanierung freigelegt werden.

Fritz Haslinger 19.06.2015

Immobilien in Berlin mit Charme und Potenzial

S Immo Ankauf-Offensive trägt Früchte; historische Leuchtenfabrik wird fantasievoll, aber denkmalgerecht revitalisiert

Vorstand: „Berlin bleibt auf Jahre wichtiger Standort; sind für die kommenden Jahre gut aufgestellt.”

Wien/Berlin. Per Ende März 2015 betrug das Immobilienportfolio der S Immobilien AG rund 1,76 Mrd. Euro mit einer Gesamtnutzfläche von 1,2 Mio. m2. Das EBIT lag bei 18,6 Mio. Euro, und der Periodenüberschuss erreichte 8,1 Mio. Euro. Der Vermietungsgrad liegt bei 91,7% bei einer Mietrendite von 7,0%. Die Aktienperformance im ersten Quartal zeigt ein Plus von 36,95%, mit einem Buchwert je Aktie von 8,41 Euro. Diese Zahlen bestätigte Ernst Vejdovszky, Vorstandsvorsitzender des heimischen, börse-notierten Immobilienunternehmens, im Rahmen einer Präsen-tation der Objekte in Berlin.

Zwei Drittel für Deutschland

„Wir sind zuversichtlich, das Rekordjahresergebnis von 2014 in diesem Jahr zu übertreffen und wollen das Immobilienportfolio mittelfristig auf 2,4 Milliarden anheben. Für das Jahr 2015 planen wir Gesamtinvestitionen in der Höhe von 180 bis 200 Millionen Euro, wobei zwei Drittel davon für Akquisitionen in Deutschland vorgesehen sind”, so Vejdovszky. Im Fokus stünden dabei vor allem Gewerbeobjekte in der Bundeshauptstadt und in den umliegenden großen Städten. „Wir bewegen uns in einem äußerst dynamischen Umfeld – nicht nur in Berlin, sondern auch in unseren CEE/SEE- Märkten.”
Zu Jahresbeginn wurde eine Ankauf-Offensive gestartet, die S Immo hat im ersten Quartal Gewerbeimmobilien mit einer Nutzfläche von rund 35.000 m2 und einer Grundfläche von mehr als 90.000 Quadratmetern erworben. Speziell zwei Berliner Entwicklungsobjekte zeigen zukunftsweisende Strategien mit Innovationscharakter: das Projekt Sonnenallee sowie die Spreehöfe.

„Stadtteil-Reparatur”

An der Sonnenallee am Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanals stand die Revitalisierung einer vielschichtigen Gewerbeimmobilie im Fokus. 2013 kaufte man zunächst zwei leerstehende Gebäude, positionierte sie neu und vermietet seitdem die 12.000 m2 Mietfläche sehr erfolgreich, wie es heißt. Nach etwa einem Jahr seit Vermietungsstart seien gut 90% der Flächen verwertet.
Im März 2015 wurden die übrigen Grundstücke mit weiteren 15.000 m2 gekauft und gaben den Startschuss für die Gesamtentwicklung des Standorts.
„Wir haben hier die Chance, ein Stück Stadt zu reparieren, indem wir das Gebiet wieder an seine Umgebung anbinden und gleichzeitig einen ganz besonderen Ort schaffen”, erklärt Robert Neumüller, Geschäftsführer der S Immo Germany.

Für Kreativlinge und F+E

Bei den Spreehöfen handelt es sich um die Revitalisierung der his-torischen Leuchtenfabrik, einem eindrucksvollen Zeitzeugnis der Berliner Industriegeschichte. Anfang 2015 entschied Neumüller, einen der derzeit größten Berliner Potenzialstandorte dem Portfolio hinzuzufügen. „In den letzten Jahren haben sich hier aus diesem Grund zunehmend größere und kleinere Unternehmen aus der Kreativwirtschaft und dem Bereich Forschung und Entwicklung angesiedelt.”
Im Falle der Spreehöfe sieht Neumüller mehrere erforderliche Schritte, um aus dem Ensemble einen attraktiven Ort zu entwickeln. „Die heutige Projektentwicklung muss sich bereits im Vorfeld angesichts der Angebotsvielfalt neuen Herausforderungen stellen und sich Gedanken zur Auswahl und Bindung von Mietern und Nutzern machen.”
Unter dem neuen Namen „Leuchtenfabrik” sind die architektonischen Qualitäten durch eine denkmalgerechte Sanierung hervorzuholen. Dafür werden mehrere Mio. Euro investiert.

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