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Ösi-Beiträge für die Elbphilharmonie © Zumtobel

Wahrzeichen Zumtobel hat für die Beleuchtung der Elbphilharmonie zahlreiche Sonderleuchten entwickelt, darunter 1.200 mundgeblasene Glaskugelleuchten für den Konzertsaal.

© Zumtobel

Wahrzeichen Zumtobel hat für die Beleuchtung der Elbphilharmonie zahlreiche Sonderleuchten entwickelt, darunter 1.200 mundgeblasene Glaskugelleuchten für den Konzertsaal.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 20.01.2017

Ösi-Beiträge für die Elbphilharmonie

Das Hamburger Mammutprojekt wurde im Jänner eröffnet – nicht ohne maßgebliche Beiträge aus Österreich.

••• Von Paul Christian Jezek

HAMBURG. Auch Österreich war in Hamburg mit an Bord: So hat etwa Zumtobel verschiedene Beleuchtungslösungen im Inneren des neuen Wahrzeichens realisiert. Für die Elbphilharmonie hat der Premium-Leuchtenhersteller zahlreiche Sonderleuchten entwickelt, die zum Teil aus handgefertigten Elementen bestehen. Optisch im wörtlichen Sinne besonders „herausragend” ist dabei die Sonderlichtlösung zur Allgemeinbeleuchtung im Konzertsaal; Zumtobel greift hier das Architektur-Konzept – die Verbindung von Alt und Neu – wieder auf und entwickelte in enger Zusammenarbeit mit Herzog & de Meuron, dem Lichtplanungsbüro Ulrike Brandi Licht und dem Glasgestalter Detlef Tanz rund 1.200 mundgeblasene Glaskugelleuchten, die wie lichtgefüllte Wasserblasen aus der wellenförmigen Akustikdecke auftauchen – eine Hommage an die sturmerprobte Elbe nebenan; der Leuchtenkörper ist dabei für den Betrachter unsichtbar in die Decke verbaut.

Steirisches Handwerk

Der Traditionsbetrieb Cserni Group mit Stammsitz in Fehring wiederum montierte essenzielle Bereiche des Interieurs exakt nach den anspruchsvollen Entwürfen der Designer und Architekten Herzog & de Meuron. Die acht Bar-Tresen bestehen etwa aus edlem schwarzen Corian, das über drei Monate hinweg in Handarbeit zu Hochglanz ­poliert wurde. „Neben der Fertigung des enorm anspruchsvollen In­terieurs war in diesem Fall auch die Montage und Logistik eine Herausforderung – schließlich mussten die edlen Stücke über 16 verschiedene Geschoße verteilt und montiert werden”, berichtet Eigentümer Martin Cserni.

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