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Ruhe vor dem (Büro-)Sturm © Horst Dockal

Aktueller Deal Vor Kurzem hat die Immofinanz dieses Bürohaus in der Breitenfurter Straße 111 (1120 Wien) mit ca. 7.100 m² Nutzfläche an einen Privat­investor verkauft.

© Horst Dockal

Aktueller Deal Vor Kurzem hat die Immofinanz dieses Bürohaus in der Breitenfurter Straße 111 (1120 Wien) mit ca. 7.100 m² Nutzfläche an einen Privat­investor verkauft.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 05.05.2017

Ruhe vor dem (Büro-)Sturm

Auf dem Wiener Büromarkt präsentierte sich die Vermietungsleistung im ersten Quartal mit 36.000 m² noch zurückhaltend – dafür geht’s im Sommer rund.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Gegenüber dem Vorjahreswert von etwa 50.000 m² ist der Flächenumsatz im Q1 2017 deutlich niedriger ausgefallen. Dieser Rückgang im Vergleich zur Vorjahresleistung ist aber vorrangig auf das außergewöhnlich starke Ergebnis für Q4 2016 mit einem herausragenden Wert von 91.000 m² zurückzuführen.

Die Leerstandsrate betrug am Ende des ersten Quartals 5,6% und lag damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als zu Jahresbeginn und um 0,9 Prozentpunkte unter dem Wert aus dem ersten Quartal 2016.
Bemerkenswert ist der gute Vorvermietungsgrad der zahlreichen neuen Projektentwicklungen, die ab Jahresmitte fertiggestellt werden.
Die Erstbezugsmieten in diesen topmodernen Bürogebäuden sind im Preisbereich von 15 bis 18 €/m² in Flachbauten angesiedelt, und die starke Nachfrage nach diesen Flächen trägt dazu bei, dass die Durchschnittsmieten spürbar steigen.
Exemplarisch für den aktuellen Vorverwertungserfolg der Neubauprojekte stehen etwa das Denk Drei im Viertel Zwei, der Orbi Tower im Stadtentwicklungsgebiet TownTown sowie das QBC 3 (Quartier Belvedere Central) beim Hauptbahnhof.

Die Mietpreisentwicklung

Die Miethöhen blieben im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Schlussquartal 2016 weitgehend stabil. Die Spitzenmieten bewegen sich aktuell bei etwa 26 €/m² und können in Bestlagen des ersten Bezirks erzielt werden. In hochwertig modernisierten Zweitbezugsflächen lagen die Höchstmieten in Toplagen zuletzt bei ca. 20 €/m².

Eine leichte Aufwärtstendenz ist bei den Durchschnittsmieten festzustellen; diese stiegen 2016 bereits auf 13,75 und klettern nun in den Bereich von 14,30 €/m². Dies ist vor allem der guten Nachfrage nach Büroflächen in den Neubauprojekten geschuldet, die preislich über dem aktuellen Marktschnitt liegen.
Die Mieten im unteren Preisbereich sind unverändert. Ältere Bürohäuser abseits der gewachsenen und neu entwickelten Büro­cluster können zu Preisen von 8 bis 10 €/m² vermietet werden. Der längerfristige Trend zur Konzentration des Marktgeschehens auf wenige wachstumsstarke Bürocluster kam erneut zum Tragen: Drei der fünf größten Vermietungen wurden in den etablierten Büroregionen erzielt.

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