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Rundgang durch die Logistikwelt © Panthermedia.net/Zhanglianxun

In 85% der Logistikflächenmärkte rund um den Globus sind die Spitzenmieten gleich oder höher als Ende 2014.

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In 85% der Logistikflächenmärkte rund um den Globus sind die Spitzenmieten gleich oder höher als Ende 2014.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 24.06.2016

Rundgang durch die Logistikwelt

Die Spitzenmieten für Logistikzentren sind im Vorjahres­vergleich um fast 3% gestiegen. Dieser Anstieg resultiert in erster Linie aus innovativen Vertriebsmöglichkeiten.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN/LOS ANGELES. Derzeit gibt's im globalen Durchschnitt um 2,8% höhere Spitzenmieten bei Logistikzentren. Dieser Anstieg resultiert in erster Linie aus innovativen Vertriebsmöglichkeiten, die dem wachsenden Handel und speziell dem Onlinehandel gerecht werden sollen.

Hongkong führt mit Spitzenmieten für Logistikflächen das Ranking der teuersten Märkte weltweit vor Tokio und London an, meldet der Report „Global Prime Logistics Rents” von CBRE, in dem die Spitzenmieten von 68 Logistikzentren weltweit erhoben wurden.
Dabei wurden die jeweils höchsten erzielbaren Mieten für Logistikflächen mit der besten Qualität und der höchsten Spezialisierung betrachtet.

Und in Österreich?

Österreich liegt zwar noch nicht im internationalen Spitzenfeld, aber auch hier sind Wachstumspotenziale zu erkennen.
„Als Konsequenz des Wachstums von Wien und aus der Verlegung nicht arbeitsplatzintensiver Logistiknutzung aus der Stadt ins Umland sind vor allem in Niederösterreich Neuentwicklungen von Logistikimmobilien festzustellen”, analysiert Felix Zekely, Head of Agency bei CBRE Österreich.

Neu errichtete Logistikzentren werden in Wien mittlerweile zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen von rund 4,50 bis 4,90 €/m²/Monat (= 5,12 bis 5,75 USD/m2/Monat) ­angeboten.
Acht der zehn Märkte mit den am stärksten wachsenden Spitzenmieten befinden sich in Amerika; insgesamt sind hier die Spitzenmieten der Logistikflächen um 5,6% angestiegen. In der Region Asien-Pazifik ist ein Anstieg von 2,5% zu beobachten. Einen moderaten Anstieg der Spitzenmieten um 0,8% weist die Region EMEA auf; hier haben einige Logistikzentren keinen Anstieg in den Spitzenmieten im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Hingegen konnten UK Midlands (plus 13%), London (plus 6,2%) sowie Berlin (plus 4,3%) das stärkste Wachstum verzeichnen.

Die Flächen werden knapper

„Die steigenden Spitzenmieten sind in der Region EMEA hauptsächlich auf die sich verschärfende Flächen­knappheit zurückzuführen”, kommentiert Zekely. „Vor allem in Logistikzentren in Deutschland, Großbritannien und Spanien führen Flächenbegrenzungen zu signifikant steigenden Mieten. Auch der Onlinehandel, der zunehmend an Bedeutung gewinnt, trägt zur Entwicklung der Spitzenmieten bei.”

Moskau hat als einziger Markt der Region EMEA einen signifikanten Rückgang der Spitzenmieten um 45,8% erlitten. „Die deutlich gesunkenen Spitzenmieten in und um Moskau sind auch eine Folge des niedrigen Ölpreises; dieser hat rezessive Marktbedingungen mit sich gebracht”, meint Zekely.

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