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Trotz „Feuerjahr” weiter auf Kurs © Oberösterreichische Versicherung AG

Otmar Nagl und Josef Stockinger (GD), Vorstände bei der Oberösterreichischen.

© Oberösterreichische Versicherung AG

Otmar Nagl und Josef Stockinger (GD), Vorstände bei der Oberösterreichischen.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 15.07.2016

Trotz „Feuerjahr” weiter auf Kurs

Großbrände und viele Unwetter lassen Schäden bei der Oberösterreichischen um mehr als 6% steigen; Ziel-EGT bleibt dennoch bei 20 Mio. €, Wachstum in Deutschland.

••• Von Paul Christian Jezek

LINZ. Verhaltenes Wirtschaftswachstum, die aufgrund niedriger Inflationsraten fehlende Indexanpassung bei den Prämien und ein kompetitives Marktumfeld haben bei der Oberösterreichischen Versicherung die Prämien nicht wachsen lassen. Gleichzeitig führt eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Schadenbelastung zu steigenden Versicherungsleistungen. Dennoch bleibt die Oberösterreichische in der Vorschaurechnung dank verstärkter Automation und Kostensenkungen mit einem Ziel-EGT von 20 Mio. € im Plan.

Der oberösterreichische Marktführer konnte z.B. im Geschäftsbereich Schaden/Unfall prämienseitig in den ersten sechs Monaten lediglich um 1,5 statt geplanter 2,4% zulegen. Stabil zeigte sich vor allem der Kfz-Bereich mit Zuwächsen von 4,1% bei den Kaskoversicherungen.
Auch Rechtsschutz (+ 5,9%) und Haftpflicht (+3,8%) erwiesen sich als Wachstumsmotoren, während bei der Transportversicherung, bei Elektro und Leitungswasser die Prämienentwicklung rückläufig ist.

Überflutungen gibt's überall

Spektakuläre Brandfälle haben im ersten Halbjahr zu einem Anstieg der Schadensbelastung in der Feuersparte um 73% geführt; insbesondere in Gewerbe und Landwirtschaft haben die Brandschadensfälle stark zugenommen.

Summiert haben sich auch lokale Extremniederschläge, die zu rund 2.800 Schadensfällen geführt haben – etwa 4,5 Mio. € an Versicherungsleistungen mussten dafür aufgewendet werden. Immer öfter verursachen sehr lokal auftretende Gewitter beträchtliche Schäden; Überflutungen durch Starkregen sind heute an beinahe jedem Ort und nicht mehr nur in ausgewiesenen „Hochwasserzonen” möglich.
Ansprechende Erfolge verbucht die Oberösterreichische in Deutschland, wo über Maklerpartner und Online-Plattformen maßgeschneiderte Versicherungslösungen offeriert werden. Derzeit hält man bei rund 76.200 Verträgen beim Nachbarn; die Vertriebszentrale ist in Hanau bei Frankfurt/Main angesiedelt, die operative Abwicklung erfolgt in Linz.

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