REAL:ESTATE
WIM: Die Preise steigen weiter © Bauunternehmen Ing. Andreas Waha GmbH

Wiener ­Immobilien Messe Mehr Dynamik lässt auch der Markt für Wohn-objekte in Ein-zellagen erwarten: +2,5% mehr an Nachfrage, –0,1% beim Angebot, und beim Preis für Einzellagen-Wohnimmobilien ein deutliches Plus von +3,1%.

© Bauunternehmen Ing. Andreas Waha GmbH

Wiener ­Immobilien Messe Mehr Dynamik lässt auch der Markt für Wohn-objekte in Ein-zellagen erwarten: +2,5% mehr an Nachfrage, –0,1% beim Angebot, und beim Preis für Einzellagen-Wohnimmobilien ein deutliches Plus von +3,1%.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 10.03.2017

WIM: Die Preise steigen weiter

Das umfassende Angebot und die sehr gute Nachfrage führen dazu, dass es heuer noch rasanter zugehen soll.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Im Vorjahr gab es einen neuen Rekord an Immobilien-Verkäufen in Österreich: Rund 120.000 Immobilien-Verkäufe wurden 2016 verbüchert.

Für 2017 werden weitere – nicht spektakuläre, aber trotzdem deutlich spürbare – Anstiege bei Angebot und Nachfrage erwartet: +4,1% mehr Immobilien-Suchende und +2,6% mehr Häuser, Wohnungen und Grundstücke am Markt. Das soll in Summe einen Preisanstieg von +3,9% mit sich bringen.

Differenzierte Aussichten

Im oberen Preissegment sinkt die Immobilien-Nachfrage um -2,2%, das Angebot steigt leicht mit +1,6%, und der Immobilien-Preis sinkt um –0,4%. „Die Prognose für Immobilien der gehobenen Preisklasse ist immer noch verhalten, aber deutlich besser als vor einem Jahr”, erklärt ­Anton E. Nenning, Re/Max Austria Managing Director. „Das heißt, die Preiskurve ist noch negativ, dreht aber deutlich in Richtung positiv.”

Im mittleren Preissegment steigt die Immobilien-Nachfrage mit +4,0% und ist damit um über zwei Prozentpunkte über der Vorjahreserwartung. Das Immobilienangebot im Mittelpreis-Segment steigt um +2,4% und liegt damit knapp über den Erwartungen für 2016. Die Preise im mittleren Segment werden um +3,4% anziehen. Damit ist der Preistrend im Mittelpreis-Segment um 2,7 Prozentpunkte positiver als in der Vorschau für 2016.
Im unteren Immobilien-Preissegment zieht die Nachfrage massiv um +9,0% an. Das sind um zwei weitere Prozentpunkte mehr als die Prognose für 2016. Das Angebot im unteren Segment soll jedoch nur um +0,8% steigen, also eine geringere Steigerung als von 2015 auf 2016. Die Preiserwartungen liegen angesichts des Nachfrage-Schubs bei +5,1% und damit um mehr als zwei Prozentpunkte über der Erwartung für 2016.
Nenning: „Der Markt für hochwertige Immobilien wird 2017 – sofern es sich nicht um ausgesprochene Luxusimmobilien handelt – leichter zu bearbeiten sein als noch 2016, jedoch weiterhin herausfordernd bleiben. Hingegen ist im unteren Immobilien-Preissegment viel mehr Nachfrage, aber unvermindert viel zu wenig Angebot vorhanden. Daher werden genau in diesem Bereich weiterhin die Preise signifikant anziehen, mit allen möglichen sozialen Konsequenzen.”

Lage & Objekt-Typ entscheiden

Für 2017 erwarten die Re/Max-Immobilien-Experten die größte Nachfrage bei Mietwohnungen in zentraler Lage (+7,6%). Das ist mehr als bei allen anderen Immobilientypen und noch um eine Spur über dem Vorjahr.

Das Mietwohnungs-Angebot wird in zentralen Lagen um +2,5% und die frei zu vereinbarenden Mietzinse um +4,1% steigen, minimal mehr als von 2015 auf 2016.
Bei Eigentumswohnungen in zentralen Lagen steigt die Nachfrage um +7,2%, immerhin +1,4% mehr als für 2016. Das Angebot zentral gelegener Eigentumswohnungen wächst um +1,2%. Das ist erheblich weniger, als nachgefragt wird, und der Zuwachs liegt leicht über dem Niveau von 2016. Damit fällt die Erwartung eines Preisanstiegs für Eigentumswohnungen in bester Lage mit +5,9% höher aus als noch für 2016. Von den klassischen Wohnimmobilien werden also voraussichtlich die innerstädtischen Eigentumswohnungen wie gehabt die höchsten Wertsteigerungen aller Immobilien-Kategorien verzeichnen.
Einfamilienhäuser sind nach wie vor die beliebteste Wohnform der Österreicher und gewinnen weiter an Attraktivität. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern wird noch stärker nach oben gehen als 2016, nämlich um +4,8%. Das Einfamilienhausangebot wird allerdings nur um +0,8% zulegen, weniger als im Jahr zuvor. Damit wird der Preis für Einfamilienhäuser weiter anziehen.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema