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Wohnbau-Spitzenreiter © Premium Immobilien

In Österreich nimmt der Wohn(t)raum im EU-Vergleich besonders oft reale Formen an.

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In Österreich nimmt der Wohn(t)raum im EU-Vergleich besonders oft reale Formen an.

30.10.2015

Wohnbau-Spitzenreiter

Laut Deloitte Property Index baut Österreich EU-weit die meisten Wohnungen bzw. weist die höchste Zuwachsrate beim Wohnungsneubau pro Einwohner auf.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Im Jahresvergleich führt Österreich beim Wohnungsneubau die Rangliste in der Europäischen Union und den darüber hinaus untersuchten Ländern an (5,4 begonnene Wohnungsbauprojekte pro 1.000 EW), gefolgt von Frankreich (4,5) und Israel (4,3).

Auch bei den Ländern, in denen Banken zur Finanzierung von Wohnbauprojekten die niedrigsten Zinsaufschläge verlangen, zählt Österreich neben Belgien, Deutschland sowie Frankreich, Schweden und den Niederlanden zum Spitzenfeld. Das liegt vor allem am niedrigen Risikoprofil und den gut etablierten Immobilienmärkten in diesen Ländern. Dies zeigt der Deloitte Property Index, der sich mit der Preisentwicklung von Wohnimmobilien in 15 europäischen Ländern, Russland und Israel befasst.

Wohnen wird in Europa teurer

In ganz Europa hält der Preisanstieg für Wohnimmobilien an. In Österreich sind die Preise im Jahr 2014 laut Deloitte Property Index um 5% gegenüber 2013 moderat gestiegen.

Für 2014 liegen die Werte bei durchschnittlich 2.500 € pro m², und es wird auch weiterhin mit einem Anstieg gerechnet. „Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe: erstens die stetig steigende Zuwanderung nach Wien, zweitens der ungebremste Run der Investoren auf die weiter als sichere Anlage geltenden Immobilien, drittens niedrige Zinsen sowie viertens die Erwartungshaltung, dass noch kein Ende des Preisanstieges abzusehen ist”, erläutert Alexander Hohendanner, Partner und Real Estate Leader Deloitte Österreich. Auch die Änderungen im Bereich der Immobilienbesteuerung sieht Hohendanner als eine der Ursachen für den Anstieg der Transaktionen von 2013 auf 2014.

Im Mittelfeld der Leistbarkeit

Um die Wohnungsmarktentwicklung im Europavergleich beurteilen zu können, stellt sich die Frage nach der Leistbarkeit von Wohnraum. Aufschluss darüber gibt die Kennzahl der benötigten durchschnittlichen Brutto-Jahresgehälter, die notwendig sind, um eine Standardwohnung (definiert als Standard-Neubau mit 70 m² Wohnfläche) zu erwerben.

In Österreich benötigt man laut Hohendanner knapp sechs Bruttojahresgehälter, um sich seine eigenen vier Wände zu leisten. Damit liegt das Land im europäischen Mittelfeld. Spitzenreiter ist Israel mit rund 12,7 Jahresgehältern, am günstigsten ist Wohnraum in Belgien zu erwerben (3,2 Jahregehälter).
Diese Kennzahl zur Leistbarkeit des eigenen Wohnraums steht in direktem Zusammenhang mit dem BIP des jeweiligen Landes. „Grundsätzlich gilt: Je höher das BIP pro Einwohner eines Landes ist, umso leistbarer ist Wohnraum”, erklärt Hohendanner.

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