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2017 wird wieder bierig © A. Eizinger

SchwergewichtIn Wien ist die Brauerei aus dem 16. Bezirk naturgemäß stark – und ebenso naturgemäß spürte sie damit den Ausfall von Zielpunkt. Für 2017 ist Konzernchef Sigi Menz aber zuversichtlich.

© A. Eizinger

SchwergewichtIn Wien ist die Brauerei aus dem 16. Bezirk naturgemäß stark – und ebenso naturgemäß spürte sie damit den Ausfall von Zielpunkt. Für 2017 ist Konzernchef Sigi Menz aber zuversichtlich.

Redaktion 05.05.2017

2017 wird wieder bierig

Der Ottakringer-Konzern hat den Zielpunkt-Ausfall verkraftet und erwartet sich im laufenden Geschäftsjahr einen kleinen Vorwärtsschub.

WIEN. Der börsenotierte Bier- und Wasserkonzern Ottakringer hat zwar im Vorjahr beim Getränkeabsatz den pleitebedingen Ausfall der Handelskette Zielpunkt zu spüren bekommen. Für heuer rechnet Konzernchef Sigi Menz jedoch mit mehr Umsatz und Gewinn. Heuer wird auch entschieden, wie es mit der Ungarn-Brauerei Pecs weitergeht.

Für die Brauerei Pecs gibt es drei Szenarien: Die Brauerei zu redimensionieren, Teile der Produktion von Ungarn in die Brauerei nach Wien zu verlagern oder der Verkauf. Eine klare Präferenz gibt es vorerst nicht. Menz bestätigte gegenüber der APA, dass erstmals auch ein Verkauf der ungarischen Brauerei geprüft wird. Käme es dazu, wäre damit keine extra Belastung für die Finanzzahlen verbunden, da die Beteiligung seit 2015 schon auf null abgeschrieben worden sei. In Ungarn ist der Preisdruck besonders hoch; 2016 verkaufte die ungarische Brauerei insgesamt 388.000 hl Bier.

Unter 2015, über 2014

In Summe hat der Ottakringer-Konzern 2016 rund 1,047 Mio. hl Bier verkauft, das ist ein Rückgang um 1,1 Prozent. Inklusive Vöslauer Minerwalwasser, „Near Water” und Limonaden waren es konzernweit 3,8 Mio. hl (Vorjahr: 3,9 Mio. hl) Getränke.

Der Umsatz im Ottakringer-Konzern kam 2016 mit 229,9 Mio. € unter dem Wert von 2015 (232 Mio. €), aber höher als 2014 (224,6 Mio. €) zum Liegen. Das Ergebnis im abgelaufenen Jahr lag mit 10,78 Mio. € hinter dem Wert von 2015 (12,5 Mio. €), aber wieder über den Zahlen von 2014 (9,23 Mio. €). Der Jahresgewinn sank von 9,2 auf 7,1 Mio. €. Der überwiegende Teil der Gewinne stammte aus der Alkoholfrei-Sparte.
Weil Ottakringer vor allem in Wien hohe Marktanteile hat, war die Zielpunkt-Pleite besonders spürbar. Auch die Bier­exporte waren rückläufig. In der Wiener Bier-Tochter Ottakringer Brauerei sind die Bierverkäufe um 4,6 Prozent auf 516.300 hl gesunken. Weil deutlich mehr alkokholfreie Getränke verkauft wurden, war der Getränkeabsatz der ­Ottakringer-Brauerei mit 672.100 hl um zwei Prozent höher.
Die Wasser-Tochter Vöslauer verkaufte knapp 2,2 Mio. hl ­Mineralwasser, zusammen mit Limos und „Near-Water” waren es 2,66 Mio. hl. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern ist auf 880 gestiegen. (APA/nov)

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