RETAIL
Besonders die Jungen lieben Bio
15.04.2015

Besonders die Jungen lieben Bio

Natürlich wachsen Die Marke Ja! Natürlich kann um 4,4 Prozent auf 355 Mio. € Umsatz zulegen und schafft in allen Warengruppen ein Umsatzplus

Ja! Natürlich-Chefin Martina Hörmer: Junge differenzieren sich übers Essen.

Wien. Ja! Natürlich war im Vorjahr 20 Jahre alt und ist heute so jung, wie man als Bio-Marke sein kann. Die gestützte Markenbekanntheit bei den 18- bis 29-Jährigen liegt bei 100 Prozent; damit rangiert die Rewe-Bio-Marke auf Augenhöhe mit ganz Großen wie Red Bull.

„Es gibt meines Wissens kein anderes Land, in dem eine Bio-Marke so weit vorn liegt”, unterstreicht Ja! Natürlich-Geschäftsführerin Martina Hörmer die Einzigartigkeit des Erfolges, der von den Geschäftszahlen des Vorjahres unter Beweis gestellt wird: Für 355 Mio. € wurde Ja! Natürlich-Ware aus einem rd. 3.500 Artikel umfassenden Sortiment verkauft. Gegenüber 2013 steht das für eine Steigerung um 4,4 Prozent. Die stärksten Zuwächse gab es bei Obst & Gemüse, das obligatorische Umsatzplus gab es indes in alle Warengruppen, in denen Ja! Natürlich vertreten ist.

Die Jungen lieben Bio!

Die Potenz der Marke für die Zukunft spiegelt sich am besten in der Akzeptanz bei der jungen Zielgruppe wider. Die hat ihre Interessen durchaus bio-affin strukturiert: 77 Prozent von 500 Befragten (OMD Mediaagentur GmbH, Haushaltsführer 18 bis 29 Jahre) stuft Bio auf einer sechsstufigen Skala zwischen 1 und 3 ein, was einer gediegenen Wichtigkeit entspricht. „Gerade junge Menschen differenzieren sich stark übers Essen”, weiß Hörmer und räumt ein, dass der typische Ja! Natürlich-Käufer der Qualität des Essens einen besonderen Stellenwert einräumt.Diese Qualität, in Ja! Natürlich-Produkte gegossen, gibt es mittlerweile quer durch die Angebots-palette – besonders stark ist die Marke bei Obst & Gemüse, Brot & Gebäck sowie Molkereiprodukten und Fleisch. Die Innovationskraft belegt sich im Vorjahr mit 54 Produkten – Hörmer: „Neue Produkte stehen bei uns für fünf bis zehn Prozent Umsatzanteil.”

Starke Rabattaktionen

Was es auch in absehbarer Zeit nicht geben wird, ist ein Ja! Natürlich-Mineralwasser, ebenso wie ein Bio-Bier. Preislich rangiert die Bio-Ware bis zu 30 Prozent über der Standard-Industrie-Qualität. Allerdings schreckt Bio auch vor Aktionen nicht zurück: Im Jubiläumsjahr gab es „zwischen fünf und zehn” Teilnahmen an 25 Prozent-Rabattaktionen; im Jahr nach dem Jubiläum sollten es tendenziell eher fünf als zehn sein.Neben der Qualität sind das Tierwohl und die Regionalität Themen, die eine moderne Bio-Marke ausmachen. „Wenn Sie mich fragen, ob Regionalität das Bio von morgen ist, sage ich: Nein!”, ist Hörmer überzeugt. Ihre Conclusio: „Das Bio von morgen lautet auf Bio-Regionalität.” Neben den erwartbaren Attributen regional, Tierwohl, fair trade, vegan wird zeitgemäßen Anforderungen wie Convenience oder dem Onlinehandel entsprochen. „Wir haben im Onlinehandel schöne Wachstumsraten”, berichtet Hörmer. Basis dafür sind 1.500 Haushalte, die Billa derzeit beliefert.(nov)

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