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Big Data bei Billa © leisure.at/Christian Jobst

Billa-gelehrtRobert Nagele ist seit über 20 Jahren bei Billa. Seit Jänner 2016 ist er Vorstand für die Bereiche Vertrieb, Personalentwicklung, Controlling sowie für die interne Kommunikation.

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Billa-gelehrtRobert Nagele ist seit über 20 Jahren bei Billa. Seit Jänner 2016 ist er Vorstand für die Bereiche Vertrieb, Personalentwicklung, Controlling sowie für die interne Kommunikation.

Redaktion 27.10.2017

Big Data bei Billa

Billa AG-Vorstand Robert Nagele erklärt, wie sich der Handel im digitalen Wandel verändern wird.

WIEN. Vor 25 Jahren wusste man noch nicht, welchen Wert Kundenkarten haben. Diese bildeten sozusagen den Grundstein für die Big Data-Blase im Retail, wo man erstmals begann, Erkenntnisse aus dem Einkaufsverhalten zu ziehen. Heute widmet sich eine eigene Abteilung aus Data-Scientists und -Analysts der Datenauswertung – man schaut, was die Leute wo einkaufen. Mit dem Datenwissen werden künftig ganze Standorte individualisiert und mit einem spezifischen Sortiment ausgestattet. Die Individualisierung ist Trend und biete „enorme Chancen”, ist Billa AG-Vorstand Robert Nagele überzeugt. Dass sich „der Handel im digitalen Wandel” befindet, so das Motto des Business Breakfast im Hilton Vienna Plaza in der vergangenen Woche, ist also nicht untertrieben.

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Dort sprach Robert Nagele über die Bedeutung des „Omnichannel-Retailing”. Digitale Kommunikation ist laut Nagele ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Handelsunternehmen. Kunden würden vielfach ihre Einkaufslisten für den Online-Shop am Smartphone schreiben, um dann in die Filiale zu gehen. Auch für die Mitarbeiter laufe die Kommunikation über eine eigene App. Digitale Marktplätze für den Verbraucher anzubieten, ist somit keine Zukunftsmusik. Diese sind vielerorts bereits Realität und damit für Österreichs Lebensmittelhändler wichtig geworden – auch, weil Konkurrenten aus dem Ausland, wie Whole Foods, sich sonst am Markt behaupten und heimische Unternehmer verdrängen können. Studien gehen davon aus, dass zwischen 5 und 20% des LEH auf digitale Marktplätze abwandern werden. (red)

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