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Billa informiert Kunden über möglichen Lieferengpass bei Butter © APA/Georg Hochmuth

Frank Hensel (li)

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Frank Hensel (li)

Redaktion 11.09.2017

Billa informiert Kunden über möglichen Lieferengpass bei Butter

Filialaushang: Artikel könnten nur eingeschränkt verfügbar sein.

WIEN/WIENER NEUDORF. Der Preis für Butter befindet sich derzeit auf dem höchsten Stand seit der Einführung des Euro. Noch in der Vorwoche sah Rewe-Chef Frank Hensel den preislichen Peak erreicht und versah das mit den Worten: "Es wird sich wieder beruhigen. Ich bin mir sicher, dass wieder eine Gegenbewegung kommt.“

Von dieser Gegenbewegung ist derzeit nichts zu spüren – eher geht’s in Richtung weiterer Zuspitzung: Billa informiert nämlich aktuell Kunden über einen möglichen Lieferengpass bei Butter. "Vielen Dank für Ihr Verständnis, dass vereinzelt Artikel nur eingeschränkt verfügbar sein können", heißt es im Filial-Aushang, der seit vergangenen Freitag österreichweit bei den Kühlregalen mit Butterprodukten angebracht wird.

Billa verweist in dem Aushang darauf, dass sich der internationale sowie europäische Rohstoffmarkt im Butterbereich massiv verknappt habe. Dies sei auf geringe Milchmengen und eine größere Nachfrage der Nahrungsmittelindustrie zurückzuführen. "Wir werden dennoch alles versuchen, um eine ausreichende Verfügbarkeit gewährleisten zu können", heißt es in der Kundeninformation weiter.

Die gesunkene Milchproduktion und die Nachfrage der Nahrungsmittelindustrie haben den Butterpreis zuletzt in die Höhe schießen lassen. Seit Mitte 2016 stieg der Butterpreis im österreichischen Lebensmittelhandel um bis zu 80%. Viele europäische Milchbauern hatten ihre Produktion voriges Jahr gedrosselt, nachdem die Preise infolge der Abschaffung von EU-Milchquoten 2015 stark gesunken waren. (APA/red)

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