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Butter bei die Fische
christian novacek 15.09.2017

Butter bei die Fische

Die Butterpreisthematik hat mich zutiefst verunsichert. Vorsichtshalber kauf ich mal keine Butter ein.

Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek

BUTTERTROG. Die Butter geistert als Milchfett durch vielerlei Speisen. Auf ihrer Geisterwanderung hat sie substanziell vor allem eines bewirkt: sie ist zum Spekulationsobjekt verkommen. Das freie Spiel der Kräfte – wie es von gar nicht mal so vielen Wirtschaftsdenkern gefordert wird – hat im Buttertopf kräftig umgerührt. Zu viel Butter, zu wenig Butter, zu hoher Butterpreis, zu niedriger Butterpreis – da schlagen die Unsicherheiten hin und her. Lediglich die Butter auf dem Brot kommt beim Bauern selten an. Es wäre somit an der Zeit, dass da mal Butter bei die Fische kommt, sprich: Tacheles geredet wird!

Die IG Milch macht das professionell. Ich kann mich gar net erinnern, dass die mal nicht Tacheles geredet hätten. Aber in diesem Punkt hat sie wohl recht: Das freie Spiel der Kräfte inkludiert vorzugsweise das Bauernopfer. Gleichzeitig ist grundsätzlich zu begrüßen, wenn in der Industrieware statt Palmöl Butter verarbeitet wird. Das tut dem Regenwald gut – aber insgesamt? Weil viele Kühe stehen für viel Treibgas und für mächtige Erderwärmung – wodurch der Butterberg in seiner Pracht doch wieder bedenklich ist? Tja, ich kenn mich nicht aus und bin fast froh, dass meinerseits die hohen Triglyzeridwerte die Butter brutal vom Brot gewischt haben.

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