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Carl Manner verstorben © Manner

Carl Manner

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Carl Manner

Redaktion 19.04.2017

Carl Manner verstorben

Sein Stil und seine Werte prägten das Unternehmen.

WIEN. Der Vorstand gab heute das Ableben des Aufsichtsratsvorsitzenden und Enkels des Firmengründers, Carl Männer, bekannt; er wurde 87 Jahre alt. Carl Manners zurückhaltender Stil, seine Werte und sein Selbstverständnis als Unternehmer waren in den vergangenen Jahren prägend für das Unternehmen. Er galt für alle Mitarbeiter als herausragende Unternehmenspersönlichkeit. Er war bekannt für seine pointierten Aussagen und seine ehrliche, authentische Art.

1953, zur Zeit seines Eintritts in das Unternehmen, wurden 3.000 Tonnen Süßwaren jährlich produziert, heute sind es ca. 48.000 Tonnen, die mit den Marken Manner, Casali, Napoli, Ildefonso und Victor Schmidt produziert werden und die Josef Manner & Comp. AG zum größten rein österreichische Süßwarenproduzenten machen.

Die wichtigsten Stationen im Leben von Carl Manner – von seinen Schulkameraden „Schokerl“ genannt - liegen unweit des Unternehmens in Wien-Hernals. In den Dreißigerjahren besuchte Carl Manner die Volksschule in Dornbach und absolvierte das Realgymnasium in Hernals, wo er 1947 die Matura mit Auszeichnung bestand. 1952 promovierte er in Mathematik und Physik auf der Universität Wien. Am 14. September 1953 trat der damals Vierundzwanzigjährige in das Unternehmen seiner Familie ein und setzte damit jene Tradition fort, die durch seinen Großvater und Firmengründer Josef Manner I begründet wurde.

Als Enkel des Firmengründers vereinte er von Anfang an sowohl Tradition, als auch Zukunftsorientierung und trieb damit das erfolgreiche Wachstum des Unternehmens voran. 1959 wurde Carl Manner mit der Prokura ausgestattet und wechselte 1970 in den Vorstand, wo er 1992 den Vorsitz übernahm. Sein Hauptinteresse galt immer dem Finanz- und Rechnungswesen. 1999 wurde Carl Manner mit dem großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. 2008 wechselte Carl Manner in den Aufsichtsrat, in dem er bis zuletzt den Vorsitz innehatte. Seine Aktien gehen nach seinem Ableben in seine Stiftung über, die bereits einen Teil der Aktien hält. (red)

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