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Das Online ist dem Offline sein Graus © Auhof Center

OutperformerBei den Einkaufszentren in und um Wien sind laut EHL-Erhebung das Donauzentrum, die SCS und das Auhof Center (Bild) „seit Längerem überdurchschnittlich erfolgreich”.

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OutperformerBei den Einkaufszentren in und um Wien sind laut EHL-Erhebung das Donauzentrum, die SCS und das Auhof Center (Bild) „seit Längerem überdurchschnittlich erfolgreich”.

christian novacek 30.06.2017

Das Online ist dem Offline sein Graus

Laut Erhebung des Immobiliendienstleisters EHL setzt der Onlinehandel den traditionellen Shops weiter zu.

••• Von Christian Novacek

WIEN. Das weiß mittlerweile jeder: Der Einzelhandel befindet sich im Umbruch. Wie er sich umbricht, ist noch nicht fertig definiert, anzunehmen ist aber, dass das Einkaufen via Internet den traditionellen Geschäften zusehends unangenehm wird. Die Folge: Flächenverkleinerungen, Schließungen bis hin zu Insolvenzen, daraus resultierend Leerstände und niedrigere Mieten. Diese schaurige Prognose wird nun durch eine Marktstudie des Immobiliendienstleisters EHL zur Entwicklung im ersten Halbjahr 2017 erhärtet. Nur in Toplagen blieben die Mieten stabil.

Im breiteren Segment hingegen kam es laut EHL-Erhebung zu steigenden Leerständen und Mietrückgängen. Stark entwickeln sich indes der Luxus- sowie der Gastronomie- und der Lebensmittelbereich. Bio-Supermärkte und ethnische Spezialmärkte florieren und erzielen „beachtliche Wachstumsraten”. Weiters drängen internationale Einzelhändler und Ketten nach Österreich – die Zahl der Neuzugänge sei im ersten Halbjahr 2017 „so hoch wie schon lange nicht” gewesen, heißt es in der EHL-Studie.

Schuhe & Mode im Eck

Massive Probleme haben hingegen Textil- und Schuhgeschäfte. Aber auch Elektromärkte, Baumärkte und Sportartikelhändler geraten mehr unter Druck. Große Ketten straffen ihre Filialnetze. Bei Neuvermietungen werden oft Teile der früheren Mietfläche nicht mehr übernommen.

Insgesamt war die Situation des heimischen Einzelhandelsimmobilienmarkts heuer in den ersten sechs Monaten „nach wie vor herausfordernd”. Allgemein sei die Entwicklung „unbefriedigend”. Die Menschen geben mehr für Gastronomie, Freizeit oder Reisen aus – zulasten des klassischen Einzelhandels.
Gleichzeitig verzeichnet der Onlinehandel hohe Wachstumsraten: Derzeit kommen 12,2% der Konsumausgaben übers Internet, das ist der zweithöchste Wert in Europa. Elektronik, ­Bücher, Mode und Schuhe ­dominieren im Digital Retail. Bei Nachvermietungen im Stationären werden aktuell eher sinkende Mieten verlangt – mithin erobern auch Discounter die begehrten Einkaufszentren; ein Beispiel dafür wäre Tedi im UCI in Wr. Neudorf. Im Mieten-Abschwung befinden sich aber auch Einkaufsstraßen wie die Wiener Wollzeile in der Innenstadt, die noch vor wenigen Jahren „ausgezeichnet performt” habe. Dort seien bereits fünf großflächige Leerstände zu verzeichnen, obwohl die Mieten zuletzt deutlich reduziert worden seien.
Weitgehend stabile Mieten gibt es weiterhin in Luxuslagen in der Wiener Innenstadt, etwa auf dem Kohlmarkt, im Goldenen Quartier, am Graben sowie in Teilen der Tuchlauben sowie in der Bognergasse.

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