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Der Ball soll weit übers Spielfeld hinaus fliegen © Green Rocket

Engagiert am BallFouad B. Lilabadi, Head of Marketing Eat the Ball, Wolfgang Deutschmann von Green Rocket und Eat the Ball Managing Director Udo Unterberger.

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Engagiert am BallFouad B. Lilabadi, Head of Marketing Eat the Ball, Wolfgang Deutschmann von Green Rocket und Eat the Ball Managing Director Udo Unterberger.

christian novacek 23.06.2017

Der Ball soll weit übers Spielfeld hinaus fliegen

Eat the Ball hat sich für die Expansion fit gemacht: Für 15 Mio. Euro wurde eine neue Brotwerkstatt in Asten errichtet.

••• Von Christian Novacek

Eat the Ball – das Brot, das ausschaut wie ein Ball, kennt wohl jeder Fußballfan. Auf dem Markt ist es bereits seit 2012. Und es ist mehr als ein lässiger Gimmick, der bei Fußball EM oder WM frech aus dem Brotkörberl fliegt: „Wir haben jetzt die Weichen für Wachstum gestellt”, sagt Udo Unterberger, Managing Director der Eat the Ball Vertrieb Österreich GmbH. Damit der Ball künftig zeitlos Volltreffer landen kann, wurde für 15 Mio. € eine Brotwerkstatt in Asten/OÖ hochgezogen. „Damit könnten wir jetzt schon 30 Millionen Stück jährlich produzieren”, rückt Fouad B. Lilabadi, Head of Marketing Eat the Ball, neue ­Dimensionen zurecht.

Mitten in Österreich

„Der Produktionsstandort in Asten/OÖ wurde bewusst gewählt, um mitten in Österreich unser Produkt aus 100 Prozent natürlichen Zutaten mit unserer innovativen Technologie schonend herstellen zu können”, führt Lilabadi aus. Die Technologie kommt dabei aus der Kälte – und diese „Kälte” (unter 100 Grad gegart, bei Brot einmalig) hält die Vitamine im Ball; genau genommen doppelt so viel wie bei herkömmlichem Brot. Das Produkt selber mag es dann ebenfalls frostig: Eat the Ball verkauft sich derzeit am häufigsten aus der Tiefkühltvitrine, ist dabei ein TK-Produkt, das nicht aufgebacken werden muss und, so Lilabadi, „noch nach 24 Stunden frisch ist”. Das Ganze hört sich bei aller Natürlichkeit nach Hightech an – und wird entsprechend mit sieben Patenten weltweit geschützt.

Nachhaltigkeit ist bei Eat the Ball im Produktkonzept eingepflegt, sozusagen eingefroren. Denn lange TK-Haltbarkeit dürfte so ziemlich das genaue Gegenteil von Brotabfall sein – sagt auch Lilabadi: „Ein Drittel des täglich produzierten Brots wird weggeworfen. Damit werden wertvolle Rohstoffe, Energie und Transportwege verschwendet. Tiefgekühltes Brot kann zu Hause vorrätig gehalten und entsprechend dem tatsächlichen Bedarf verspeist werden.” Die Situation derzeit: Das in Wien entsorgte Brot würde den Bedarf von Graz decken ...
Was in der Kühlzone mehr lasch als resch funktioniert, ist der Impulskauf; dem Managing Director ist das bewusst. „Wir verkaufen Eat the Ball mittlerweile bei der Schweizer Migros frisch, aber auch im slowenischen Handel werden wir per Juli als Frischeprodukt angeboten”, sagt Unterberger – und stellt damit neue Potenziale in Aussicht.
Etwa: Der mit Haselnusscreme gefüllte Ball, sozusagen die natürliche Alternative zur seit vielen Jahren bestens reüssierenden Ölz-Schulmaus. Aber ist Haselnusscreme mit Gesundheit und Natürlichkeit in Einklang zu bringen? „Wir wollen auf keinen Fall kugelförmige Pommes verkaufen”, bringt Unterberger den Ball auf den Punkt. Er verweist im Kontext auf den „Eat Healthy Award”, der für den Earth Ball verliehen wurde. Bezüglich gefüllter Varianten seien die Grenzen übrigens weit gesteckt – eine pikante Version dünkt wahrscheinlich.

Drei Mio. Bälle für 2017

Für die Zukunft sollen nicht nur Varianten und Verwendungszwecke in die Breite gestellt werden – die Expansionspläne von Eat the Ball sind gleichfalls ambitioniert. Drei Mio. Bälle sollen heuer produziert werden, für 2020 ist dann bereits die Verzehnfachung der Produktion geplant.

Die Basis dafür wird jetzt mittels Crowdfunding gelegt. Der kongeniale Partner heißt Green Rocket, die hierzulande schon einige Lebensmittel auf Trab gebracht haben (zuletzt beispielsweise das Gemüsegeschäft der LGV). „Eat the Ball ist ein überzeugendes Innovationsunternehmen aus Österreich, das nach Start-up-Jahren nun einen enormen Meilenstein genommen hat: Hinter der weltweit ersten Brotmarke stecken jahrelange, intensive Entwicklungsarbeit und höchste Qualitätsansprüche”, ist Wolfgang Deutschmann, Geschäftsführer von Green Rocket, überzeugt.
In der Tat: Der Brot-Ball mit Rocket-Beschleunigung könnte weit über Europa hinaus fliegen. Die Märkte Schweiz, Deutschland und Frankreich sowie USA stehen auf der Parole. Zudem wird das Brot der neuen Generation im eigenen Online-Shop www.eattheball-shop.com in Österreich, Deutschland und der Schweiz angeboten.

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