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Der Biertrinker als Unkrautvernichter? © Panthermedia.net/Lev Dolgachov

Eine dauerhafte Belastung der Konsumenten gilt als gesundheitsschädlich.

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Eine dauerhafte Belastung der Konsumenten gilt als gesundheitsschädlich.

Redaktion 25.08.2017

Der Biertrinker als Unkrautvernichter?

Global 2000 fand in vier von neun österreichischen Bieren Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat.

WIEN. Der Unkrautvernichter Glyphosat gelangt mittlerweile auf vielen Wegen in den menschlichen Körper. In der Landwirtschaft wird das umstrittene Mittel, welches als „wahrscheinlich krebserregend” eingeschätzt wird, zuhauf eingesetzt und gelangt so u.a. in Getreide und damit in dessen Produkte wie Brot; Spuren wurden auch in Wein oder Tee nachgewiesen. Die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 fand Glyphosat auch im Bier.

Glyphosat belastet Bier

Neun beliebte österreichische Biermarken wurden getestet, um einen Vergleich zum Vorjahrestest zu ermöglichen: Ottakringer Helles, Puntigamer (das bierige Bier 5,1%), Wieselburger Gold, Zipfer Märzen, Stiegl Goldbräu, Mohren Pfiff, Hirter Privat Pils, Gösser Märzen und Zwettler Original. In vier von neun wurden Spuren von Glyphosat gefunden, die Werte lagen dabei wischen vier und sieben Mikrogramm pro Liter. Am höchsten belastet waren 2017 die Biersorten ­„Ottakringer Helles” und „Mohren Pfiff”.

Eine höhere Belastung als im letzten Jahr stellte Global 2000 bei den Biermarken „Wieselburger Gold” und „Zipfer Märzen” fest. Eine geringere Belastung als im letzten Jahr wies dagegen „Stiegl Goldbräu” auf.
Glyphosat geriet in Verruf, als interne E-Mails von Monsanto durch ein Gerichtsverfahren in den USA öffentlich wurden; es entstand der Verdacht, dass das Unternehmen Studien manipulierte, um so auf die behördliche Einstufung des Stoffs Einfluss zu nehmen. (APA/ots)

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