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Die Farbe der Limo © drinktec

Fachpressetreffen und Diskussion im Vorfeld der drinktec: Auf dem Schiff schlugen die Wogen der Getränkezukunft hoch.

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Fachpressetreffen und Diskussion im Vorfeld der drinktec: Auf dem Schiff schlugen die Wogen der Getränkezukunft hoch.

Redaktion 16.06.2017

Die Farbe der Limo

Die drinktec, die wichtigste Messe für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, warf einen Blick in die Zukunft.

MÜNCHEN. Protektionismus, Nationalismus, Populismus, Brexit – alles Schlagwörter, die bei der letzten drinktec, der Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, kaum jemand auf dem Radar. hatte. Das hat sich geändert. Die Frage, die nun im Raum steht: Was bedeutet es für internationale Unternehmen der Getränke- und Zulieferindustrie, wenn aus Zuversicht Angst, und aus einem „Wir gemeinsam” ein „Ich zuerst” wird? Damit beschäftigte sich eine Podiumsdiskussion im Vorfeld der drinktec 2017, die vom 11. bis 15. September auf dem Gelände der Messe München stattfinden wird.

Verändertes Umfeld

Die Nachrichtensendungen zeigen es: Die Welt scheint aus den Fugen; die Unwägbarkeiten der ­Politik lassen die Märkte nicht unberührt.

Rahmenbedingungen wie Wasserknappheit, Fachkräftemangel und schwierige klimatische Bedingungen erschweren den Zugang. Wie agieren in einer Welt, deren einzige Konstante die Unwägbarkeit ist? Im Rahmen der drinktec-Podiumsdiskusssion wies Volker Kronseder, Aufsichtsratsvorsitzender Krones AG (deutscher Hersteller von Anlagen für die Abfüllung und Verpackung von Getränken, Anm.), auf den Armutsbericht der Weltbank hin – speziell auf die Rolle des Freihandels, der „einen wichtigen Beitrag leistet, denn mit diesem steigt auch der Wohlstand der Bevölkerung”.
Von diesem Wohlstand wiederum profitierten die Getränke- und Lebensmittelindustrie. Zumal er vorerst bescheiden ausfällt: Die neue Mittelschicht kann sich kein Auto und keinen LED-Fernseher leisten, aber sie belohnt sich umso öfter mit einem Bierchen – oder einem Softdrink.

Sinalcos Farbenspiele

„Wenn ein Markenprodukt beim ersten Probieren allerdings nicht überzeugt, war es das. Es wird kein zweites Mal gekauft”, gab Mario Mais, Brand Consulting Manager Sinalco International Brands GmbH & Co. KG, zu bedenken. Es sei daher wichtig, mit einem gut vernetzten lokalen Partner zusammenzuarbeiten, um die Rezepturen an die landestypischen Besonderheiten anzupassen. „Für Araber muss Sinalco beispielsweise als Orangengetränk orange sein und nicht gelb wie bei uns.” (red)

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