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die finstere brille
christian novacek 24.04.2015

die finstere brille

Weil grad Tag des Buches war: Ganz oben in der Liste meiner Lieblingsbücher: Marcel Prousts Suche nach der verlorenen Zeit – Angeberei muss auch mal sein. Ebenfalls nicht wenig Zeit verlangte George R.R. Martin mit seinem Lied von Eis und Feuer – die Fantasy-Saga um das Game of Thrones hat sich allerdings nach 5.000 Seiten derart in Intrige und Ränken verfangen, dass ich fürchte, Herr Martin blickt selber nicht mehr durch – den Abschluss der Saga erwarte ich somit eher vonseiten der Produzenten der Serie als von Martin selber. Ebenfalls ein Alltime-Lieblingsbuch: Die Enden der Parabel von Thomas Pynchon, mit 1.200 Seiten fast ein Schmalgeist im Vergleich; der Reiz lag für mich u.a. darin, dass ich die ersten 300 Seiten nicht die geringste Ahnung hatte, wovon das Buch handelt. Meinem Hang zum Trotzigen entspricht am besten dbc Pierres Jesus von Texas – in keinem anderen Buch passiert das Negative erfrischender – und andauernd. Schön negativ und herrlich traurig war auch Stoner von John Williams – dessen Ende hat mir doch tatsächlich die ersten literarischen Tränen seit Winnetous Tod losgeeist. Bleibt noch der Tipp für Verliebte: Das böse Mädchen von Mario Vargas Llosa.c.novacek@medianet.at

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