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Die Story macht’s © Screenshot/www.kaufdichgluecklich-shop.de/blog

Auf dem Blog „Kauf Dich Glücklich” werden eine Menge Storys erzählt und die dazu passenden Produkte verkauft.

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Auf dem Blog „Kauf Dich Glücklich” werden eine Menge Storys erzählt und die dazu passenden Produkte verkauft.

Miriam Rupp 30.06.2017

Die Story macht’s

Storytelling im eCommerce: So wecken Online-Shops Begehren durch Geschichten.

••• Von Miriam Rupp

BERLIN/WIEN. Kunden wollen nicht nur hören, welches Produkt das beste ist. Vom Stöbern im Shop bis in den Warenkorb – Onlineshopping muss ein echtes Erlebnis sein, speziell bei jüngeren Käufern. In einem Experiment wurde die Wirkung von Geschichten auf den eCommerce-Umsatz imposant bewiesen: Auf dem Flohmarkt für nur einen US-Dollar gekaufte Gegenstände wurden im Internet versteigert, geschmückt mit fiktiven Storys. Ergebnis: Eine durchschnittliche Preissteigerung um sagenhafte 2.700%.

Die Autorin Deb Olin Unferth etwa erfand eine Geschichte um eine banale Plastikflöte: Ein kleines afrikanisches Land, ein Botschafter, ein Prinz, der zwei Tage durchs Land ritt, nur um die Flöte zu überreichen. Statt für einen Dollar ging die Flöte für stolze 60 Dollar weg. Mit dem Experiment wollten die Autoren den „objektiven Wert” von Geschichten ermitteln.

Die Kraft der Geschichte

Viele Onlineshops setzen bereits auf die Kraft des Storytelling; vortreffliches Beispiel dabei ist der Blog von „Kauf Dich Glücklich”: Jeder Content steht zum Verkauf. Neben Rezeptideen, Buchempfehlungen und Styling-Trends werden die Mitarbeiter mit ihren Lieblingslooks und auch die Käufer selbst in den „Insta Tags der Woche” vorgestellt. Am Ende jeder Story gelangt der Leser mit nur einem Klick auf die passenden Produkte im Shop.

Einkaufen mit Humor

Warum die Geschichten animieren, beantwortet sich anhand einer Checkliste: Lebensgefühl? Check. Community? Check. Emotionen und Humor? Check – der Blog von „Kauf Dich Glücklich” kommt mit echtem Mehrwert. Locken Onlinehändler nur mit Rabattcodes oder Gewinnspielen, bleibt der Warenkorb nicht nachhaltig gefüllt, hochwertige Produkte werden dann unter ­ihrem Wert verkauft.

Ein Shop, der auf den ersten Blick ein Magazin ist und erst auf den zweiten Blick mit einem bestimmten Produkt im eigenen Sortiment in Verbindung steht, ist somit attraktiv und lädt auch morgen noch zum Stöbern ein.

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